Geld? Gesundheit?

Umfrage zeigt: Aus diesen Gründen würden Berliner mit Rauchen aufhören

Berlin hat viele Raucher. Was könnte sie dazu bewegen, den Kippen für immer Lebewohl zu sagen? Eine Umfrage liefert jetzt überraschende Antworten

Author - Sharone Treskow
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Berliner würden neben ihrer Gesundheit am ehesten wegen des Geldes mit dem Rauchen aufhören.
Berliner würden neben ihrer Gesundheit am ehesten wegen des Geldes mit dem Rauchen aufhören.Olaf Schuelke/Imago

Nach Jahren des Rückgangs ist die Zahl der Raucher in Deutschland seit der Corona-Pandemie wieder gestiegen: Jede dritte Person über 14 Jahren greift aktuell zur Kippe! Dabei sind die Folgen heftig: Laut Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit sterben in Deutschland jährlich über 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

Dennoch wollen erschreckend viele nicht damit aufhören, oder schaffen es nicht. Eine Yougov-Umfrage im Auftrag des Online-Händlers Haypp gibt jetzt Einblicke in die Gedanken und Beweggründe der Raucher in Deutschland.

Diese Punkte stören die Berliner Raucher

In Berlin gibt es etliche Raucher, was die Kippen überall in der Stadt belegen. Auch in Clubs und an Bahnsteigen – wo es schon seit Jahren verboten ist – lassen sich die Berliner nicht vom Qualmen abhalten. Doch wofür würden sie die Raucherei theoretisch aufgeben? Diese Frage bekamen jetzt einige Hauptstädter in der Haypp-Umfrage gestellt. Die Ergebnisse sind überraschend!

Bei der Umfrage sollten die Berliner Raucher drei Argumente angeben, die sie am meisten dazu motivieren würden, mit dem Rauchen aufzuhören. Als Top-Argument kam dabei die Gesundheit heraus! 38 Prozent der Befragten würden wegen des Risikos, schwer zu erkranken oder sogar zu sterben, am ehesten mit dem Rauchen aufhören. Die zweitmeisten Stimmen bekommt die Kostenfrage: 35 Prozent nervt es, dass Rauchen so teuer ist. 

Danach folgt ein ungewöhnlicher Punkt: Für 26 Prozent wäre eine große Motivation, den Zigaretten Lebewohl zu sagen, dass die Klamotten so davon stinken – und außerdem der Atem! 23 Prozent stört es schlicht, dass es eine Sucht ist. 15 Prozent machen sich Sorgen um ihre Haut: Immerhin führt Rauchen zu Falten und vorzeitiger Hautalterung. Argumente wie die negative Wahrnehmung durch die Gesellschaft oder dass Passivrauch andere stören könnte, jucken die Berliner eher weniger.

Dass der Passivrauch andere stören könnte, juckt die meisten Berliner Raucher weniger.
Dass der Passivrauch andere stören könnte, juckt die meisten Berliner Raucher weniger.Armin Weigel/dpa

So viele Berliner Raucher würden aufhören, um zu sparen

Für viele Berliner wären die Kosten ein guter Grund, nie wieder Zigaretten zu kaufen.  Aber: Wenn man die Raucher konkret fragt, ob sie auch wirklich aufhören würden, um durchschnittlich 2920 Euro pro Jahr zu sparen ..., verneinen sie! Ganze 30 Prozent der Befragten wären „überhaupt nicht bereit“ und weitere 27 Prozent „nicht wirklich“.  Lediglich 11 Prozent wären „sehr bereit“ dazu. Der Rest zeigt sich unentschlossen.

Wie sieht es in ganz Deutschland aus?

Und so sind die Raucher in ganz Deutschland eingestellt: Auf die Frage, welche drei Argumente sie am meisten dazu motivieren würden, mit dem Rauchen aufzuhören, nannte fast jede zweite Person die hohen Kosten. Für 43 Prozent zählen das Risiko einer schweren Erkrankung und eines vorzeitigen Todes zu den Hauptmotiven, sich das Rauchen noch mal zu überlegen. 

Gut ein Viertel (27 Prozent) stört es, dass es eine Sucht ist. Immerhin 22 Prozent geben schlecht riechende Kleidung an. Ähnlich wie in Berlin fällt auch bundesweit auf: Gesellschaftliche Aspekte oder potenzielle Nachteile des eigenen Konsumverhaltens für andere scheinen den befragten Rauchern verhältnismäßig weniger wichtig zu sein.