Der lang ersehnte Bus in den Feierabend hat mal wieder Verspätung oder fällt sogar ganz aus? Das Warten an Berlins Haltestellen macht nicht immer Spaß. Doch um ihren Fahrgästen die Wartezeit ein bisschen zu versüßen – und dabei auch noch was für die Umwelt zu tun – kündigt die BVG jetzt ein neues Konzept an: grüne Wartehäuschen!
Berlins Haltestellen sollen sprießen
Löwenzahn, Heidekraut und Lavendel stehen unter anderem auf dem Bienen-freundlichen Plan der BVG. Die Pflanzen sollen Berlin noch grüner machen und natürlich was fürs Auge sein. Ganz konkret ist die Begrünung für die Bus- und Tramhaltestellen in der Hauptstadt geplant.
Doch wie lange wird es dauern, bis wir die grünen Wartehäuschen bewundern können? „Gegenwärtig ist der Bau eines Prototyps der neuen Wartehalle beauftragt, welcher voraussichtlich Ende 2023 fertiggestellt und errichtet wird“, teilt die BVG auf eine Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Linke) mit. „Nach Prüfung der Tauglichkeit und der Akzeptanz werden alle Anmerkungen und Hinweise gesammelt, ausgewertet und in die Ausschreibung für den Bau und die Errichtung der neuen Wartehallen aufgenommen.“ Die Ausschreibung wird voraussichtlich 2024 rausgehen.
„Die ersten begrünten Wartehallen wird es mit dem Aufstellen der neuen Wartehallen in 2025 geben“, heißt es weiter. Es ist also noch ein bisschen Geduld gefragt.
BVG erneuert Haltestationen komplett
Warum die Aktion bis voraussichtlich 2025 dauert? Die BVG betont, dass auf das derzeitige Haltestellen-Modell nicht „einfach“ Gründächer gesetzt werden könnten. Eine bereits laufende Neukonzeptionierung mache die blühenden Dächer erst möglich. Die neuen Wartehallen sollen 2025 in der ganzen Stadt errichtet werden.

Utrecht macht es vor
Berlin kam nicht als erste Stadt auf die Idee, Wartehäuschen grüner zu gestalten. Zu den Pionieren zählt hier seit 2019 die niederländische Stadt Utrecht: Über 300 Dächern von Bushaltestellen sind inzwischen bepflanzt worden – für glückliche Insekten und ein besseres Klima.




