Ein Neuköllner Bänker hat sich mutmaßlich im großen Stil an Kunden bereichert – und zwar mit ziemlich fiesen Methoden! Gegen den Mann wurde jetzt in Berlin Anklage erhoben.
Schaden von 427.000 Euro durch Betrug
Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft berichtet am Montag in einer Pressemitteilung: Ein 29 Jahre alter Angestellter einer Bankfiliale in den Neuköllner Gropiuspassagen soll mit zwei unbekannten Tätern seinen dienstlichen Zugriff auf Kundendaten dazu genutzt haben, zahlreiche Abhebungen zu ermöglichen und so – wie auch durch den Abschluss eines falschen Darlehensvertrags – einen Schaden von 427.000 Euro verursacht haben. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen ihn nun Anklage zum Amtsgericht Tiergarten erhoben.
Doch wie genau hat der Beschuldigte das angestellt? Am 27. September 2021 soll er zunächst mit den beiden Mittätern – und unter Anerkennung gefälschter Gehaltsnachweise – einen Darlehensvertrag über mehr als 60.000 Euro abgeschlossen haben, wobei zumindest 45.000 Euro der Darlehenssumme von der Bank auch ausgezahlt wurden. Dies wertet die Staatsanwaltschaft als „gewerbsmäßigen gemeinschaftlichen Betrug in Tateinheit mit Urkundenfälschung“.
Fiese SMS-Masche
Doch damit nicht genug! Ab Mitte Oktober 2021 sollen der Bänker und die Mittäter sich dann den Service „Cash ohne Karte“ zunutze gemacht haben. Zur Erklärung: Bankkunden können dabei ohne Kontokarte bei der Bank vorstellig werden, bekommen nach Verifizierung ihrer Personalien eine PIN per SMS übersandt und können dann innerhalb der nächsten 15 Minuten Bargeld abheben.


