Auch für Gartenlauben

Ab sofort gibt es 500 Euro Zuschuss für Balkonkraftwerke!

Extra Kohle für Solarenergie! Das Land Berlin fördert jetzt auch Balkonkraftwerke für Eigenheime und Kleingärten – alle Infos dazu gibt es hier.

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Wer ein Balkonkraftwerk installieren will, kann sich dafür eine Förderung von 500 Euro in Berlin holen.
Wer ein Balkonkraftwerk installieren will, kann sich dafür eine Förderung von 500 Euro in Berlin holen.Stefan Sauer/dpa

Wer Solarenergie nutzen will, wird belohnt! Auch immer mehr Berliner spielen mit dem Gedanken, sich ein Balkonkraftwerk zuzulegen – eine kleine Solaranlage, die man an seinen Balkon hängt, um gratis Strom zu generieren und ihn ins eigene Netz einzuspeisen. Soeben ist die grüne Sparmaßnahme in Berlin noch attraktiver geworden: Die Förderungen für Balkonkraftwerke wurden erweitert!

500 Euro für die Solaranlage auf der Terrasse

Berlin erweitert die Förderung der Balkonkraftwerke! Für die kleinteilige Nutzung von Solarenergie können jetzt auch Eigentümer von selbst genutztem Wohneigentum und Pächter von Klein- und Erholungsgärten Zuschuss für die Kosten eines Steckersolargerätes beantragen – und zwar satte 500 Euro! Bisher hatten nur Mieter Anspruch auf eine solche Förderung. Das kündigte die zuständige Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe an. 

Umgesetzt wird das Programm in Zusammenarbeit mit der Investitionsbank Berlin über deren Internetseite. Für die Förderung der Steckersolargeräte sind sieben Millionen Euro vorgesehen – das reicht für 14.000 Anträge.

„Wir arbeiten für ein klimaneutrales Berlin und treiben den Solarausbau konsequent voran“, freut sich Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) in einer Pressemitteilung. Nur mit Einbindung und Unterstützung der Berliner sei das Ziel zu schaffen, in der Stadt Klimaneutralität vor 2045 zu erreichen. „25 Prozent Solarstrom made in Berlin ist unsere Zielmarke, und auf diesem Weg zählt jedes Dach, ob klein oder groß, jeder Balkon und jede Gartenlaube.“

Franziska Giffey wünscht sich mehr Solarenergie in Berlin.
Franziska Giffey wünscht sich mehr Solarenergie in Berlin.Imago/Chromorange

Diese Punkte muss man beim Heimkraftwerk beachten

Wichtig: Der Antrag auf eine Förderung muss vor dem Kauf eines Steckersolargerätes gestellt werden. Wollen Kleingärtner das Gerät auf Dachflächen installieren, muss der Grundstückseigentümer zustimmen – aber nicht beim ebenerdigen Anbringen an Terrassen, Zäunen, Fassaden. Mieter von Wohnungen und Häusern brauchen immer die Zustimmung ihres Vermieters. Eigenheimbesitzer dürfen natürlich selbst entscheiden.

Wer einen Zuschuss will, muss außerdem beachten, dass die vorgesehene Lage für das Heimkraftwerk günstig ist: Die Anlage sollte auf der Sonnenseite eines Gebäudes angebracht werden, wo wenig Schatten fällt. Auch die sichere Befestigung der Technik muss gewährleistet sein. Zudem gilt: Nach dem Kauf muss die Solaranlage beim Stromnetz Berlin angemeldet werden.

So viele neue Solaranlagen gibt es schon in Berlin

Die bisherige Förderung wurde schon fleißig genutzt. 4863 neue Solaranlagen seien im ersten Halbjahr 2023 in Berlin installiert worden, das sei bereits mehr als im gesamten Jahr davor. Seit Februar seien bereits rund 3000 Zuschüsse für Balkonkraftwerke bewilligt worden.

Zum Vergleich: Im Jahr 2022 sind 3700 Solaranlagen mit einer Leistung von 32,9 Megawatt Peak neu installiert worden. Der Solarstromanteil stieg damit in Berlin auf 3,5 Prozent.