Böse Überraschung am heißesten Tag des Jahres: Hunderte Berliner standen am Sonntagmorgen vor verschlossenen Toren. Eigentlich sollte das Sommerbad Gropiusstadt in Neukölln bereits um 7 Uhr öffnen. Stattdessen mussten die Besucher bei Temperaturen um die 30 Grad stundenlang warten. Eine Durchsage oder Erklärung gab es zunächst nicht.
Öffnung wohl wegen Verschmutzung verzögert
Zum Start in das Hitzewochenende wollten zahlreiche Familien den Tag früh im Freibad beginnen. Doch statt Abkühlung, Softeis und planschender Kinder gab es verschlossene Tore, fragende Blicke und immer länger werdende Schlangen vor dem Eingang.

Auf der Internetseite der Berliner Bäder-Betriebe erschien schließlich der Hinweis: „Aus technischen Gründen öffnet das Sommerbad heute am Sonntag erst ab 09:00 Uhr.“ Für Hunderte Gäste kam der Eintrag zu spät, sie standen schon in der Schlange, teilweise seit 7 Uhr.
Sommerbad Gropiusstadt öffnet noch später als angegeben
Aber: Selbst die auf der Website angekündigte Öffnung um 9 Uhr konnte nicht eingehalten werden. Gegen 8.30 Uhr trat ein Mitarbeiter vor die wartenden Besucher und informierte sie darüber, dass der Einlass frühestens in einer weiteren Stunde erfolgen könne.
Erst um 9.35 Uhr, also 155 Minuten nach der eigentlichen Öffnung, erhielten Kunden eine Mail. Darin stand: „Durch das gestrige sehr hohe Besucheraufkommen war das Bad leider unerwartet so stark verschmutzt, dass es aufgrund von Reinigungsarbeiten nicht öffnen konnte.“ Warum die Reinigung nicht am Sonnabend nach der Schließung durchgeführt wurde, darüber gab es keine Auskunft.
Weiter hieß es: „Das Sommerbad im Kombibad Gropiusstadt öffnet nun. Wir haben die Nachlaufzeiten Ihrer Tickets um 120 Minuten verlängert, sodass der Zugang zu Ihrem gebuchten Einlasszeitfenster statt bis 10 Uhr nun bis 12 Uhr möglich ist.“ Zu diesem Zeitpunkt hatten allerdings schon viele Besucher die Schlange verlassen.

Ob die Tickets dieser Gäste nun erstattet werden, ist unklar.
Positiv: Trotz der angespannten Situation blieb die Stimmung vor dem Eingang ruhig. Viele Familien suchten sich ein schattiges Plätzchen, Kinder spielten auf dem Boden, andere saßen erschöpft neben ihren Taschen und warteten auf Neuigkeiten.
Ausgerechnet am bislang heißesten Tag des Jahres wurde der lang ersehnte Freibadbesuch für viele Berliner damit zur Geduldsprobe. Während in anderen Freibädern bereits geplanscht wurde, warteten die Besucher in Gropiusstadt stundenlang auf Einlass.



