Das Deutschlandticket wurde eingeführt, um die Bürger angesichts der hohen Energiepreise finanziell zu entlasten, einen Anreiz zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu setzen und somit dazu beizutragen, die Klimaziele zu erreichen.
Die Energie ist immer noch teuer, die Inflation hoch, Spritpreise steigen gerade wieder und nähern sich der so gar nicht magischen 2-Euro-Grenze. Auch das Klima ist immer noch gefährdet – und was passiert? Es wird über steigende Preise beim 49-Euro-Ticket diskutiert. Zehn Euro mehr könnten es schon im nächsten Jahr sein. Klima egal, Energiepreise egal.
Das Deutschlandticket: Beschwichtigung für inflationsgeplagte Bürger
Es scheint so, als ob dem Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) der Erfolg des Deutschlandtickets nicht ganz geheuer wäre. Bis zu elf Millionen Bürger fahren auf das Angebot ab. Elf Millionen, die weniger zahlen, sind natürlich weniger Einnahmen für die Verkehrsbetriebe, die ausgeglichen werden müssen. Nicht überraschend für alle Seiten.
Aber Wissing ziert sich, die Mindereinnahmen wie bisher auch im nächsten Jahr zu tragen. Da fragt man sich, ob im FDP-geführten Ministerium bei der Kostenprognose vor Einführung des Deutschlandtickets nicht richtig gerechnet wurde oder ob die 49 Euro vorn vornerein doch nur als kurzfristiges Lockangebot, als Beschwichtigung für allzu inflationsgeplagte Bürger gedacht waren. Erst 49 Euro, dann 59 Euro, dann 69 Euro auf der nach oben offenen Preisskala.


