Eigentlich verteilen sie ja die Strafzettel, wenn man sich falsch verhält … Aber in diesem ironischen Fall wird ein Ordnungsamt-Mitarbeiter aus Berlin angeklagt. Dem Mann wird vorgeworfen, etliche Male ohne Führerschein Auto gefahren zu sein!
Zwei Jahre ohne Lappen unterwegs
Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft berichtet am Donnerstag in einer Pressemitteilung: Ein Mitarbeiter des Bezirksamts Treptow-Köpenick soll über zwei Jahre lang im Dienst ohne Führerschein unterwegs gewesen sein! Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, habe man daher nun Anklage gegen ihn erhoben: Der Berliner muss sich konkret wegen „Fahrens ohne Fahrerlaubnis“ in insgesamt 234 Fällen vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten.
Doch wie kam es dazu, fragt man sich. Bevor der Beschuldigte vom Bezirksamt eingestellt worden war, soll er bereits wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu zwei kleineren Geldstrafen verurteilt worden sein. Laut Staatsanwaltschaft sei er trotz früherer Fahrverbote mit einem Pkw unterwegs gewesen. Die Konsequenz: Sein Führerschein wurde ihm den Angaben zufolge im November 2020 entzogen. Dieses kleine, aber feine Detail ließ er aber offenbar weg, als er den Job bei seinem neuen Arbeitgeber antrat – zu dem auch Autofahren im Dienst gehört!
234 Fahrten, bis er aufgeflogen ist
Vom 10. November 2020 bis zum 6. Dezember 2022 soll der Ordnungsamt-Mitarbeiter – nach Auswertung des Fahrtenbuchs – insgesamt 234 Dienstfahrten mit dem Pkw absolviert haben, und zwar ohne Fahrerlaubnis! Bis dahin wurde der Führerscheinentzug des Mannes bei der Behörde offensichtlich nicht bemerkt. Doch dann sollte der Beschuldigte schließlich auffliegen: Bei einer internen Kontrolle im Dezember 2022 sei aufgefallen, dass der Mann, der zwei Jahre lang für das Bezirksamt Treptow-Köpenick durch die Stadt gefahren ist, überhaupt keinen Führerschein besitzt …


