Sein Abschied aus Köpenick sorgte für Stirnrunzeln. René Wagner verließ Steffen Baumgart und den 1. FC Union Berlin im Sommer in Richtung Westen. Jetzt zahlt sich genau dieser Schritt aus. Denn Wagner wird nach dem Rauswurf von Lukas Kwasniok neuer Cheftrainer beim 1. FC Köln. Damit kommt es schon bald zum Wiedersehen mit Steffen Baumgart und Union Berlin.
In Köpenick rieben sich viele die Augen, als René Wagner ging. Der enge Vertraute von Steffen Baumgart kehrte Union Berlin den Rücken, wollte sich weiterentwickeln, selbst in die Chefrolle schlüpfen – und heuerte wenig später wieder als Assistent beim 1. FC Köln an.
Ein Schritt, der Fragen aufwarf. Und Zweifel.

Wagner hatte bei Union überzeugt. Beim 1:1 gegen den FC Bayern stand er selbst an der Linie, coachte mutig, klar, präsent. Einer, dem viele den nächsten Schritt zutrauten. Doch statt Cheftrainer zu werden ging es zurück in die zweite Reihe.
Warum Wagners Wechsel plötzlich clever wirkt
Jetzt wirkt genau dieser Move plötzlich clever.

Denn beim 1. FC Köln brennt der Baum. Trainer Lukas Kwasniok wurde nach dem 3:3 im Derby gegen Gladbach am Sonntagabend wie erwartet entlassen.
Richten soll es nun Wagner. Köln-Boss Thomas Kessler: „René kennen und schätzen wir seit seinem ersten Engagement bei uns als Co-Trainer als ausgewiesenen Fußballfachmann.“ Kessler weiter: „In der Zwischenzeit hat er beim Hamburger SV und Union Berlin, in seiner Rolle seit Saisonbeginn bei uns sowie durch den Erwerb der UEFA-Pro-Lizenz in England wertvolle Erfahrungen gesammelt. Wir trauen ihm absolut zu, die vorhandenen guten Leistungen nun auch wieder in positive Ergebnisse zu überführen.“
Kwasniok wackelt – Bosse suchen Alternativen
Der Ex-Union-Coach ist nah dran an der Mannschaft, genießt intern Vertrauen und kennt den Klub. Was vor wenigen Monaten noch wie ein Rückschritt wirkte, entpuppt sich für Wagner nun als der von ihm erhoffte Karriereschritt.


