Nun, man muss sie nicht unbedingt Schießbude nennen. Aber sattelfest sieht anders aus beim sonntäglichen Gast der Eisernen (13.30 Uhr/DAZN). 39 Gegentreffer kassierte die TSG Hoffenheim bislang. Nur Hertha BSC (40), Mainz (43) und Schalke (56) haben mehr Tore hinnehmen müssen. Womit das Rezept für den 1. FC Union klar ist: Setzt die Kraichgauer gehörig unter Druck. Klares Motto: Treffen! Siegen! Genießen!!! – kurz TSG.
Treffen! Zuletzt nicht die Paradedisziplin der Köpenicker. Nur ein Tor gelang in den letzten drei Spielen. Aber mit der Rückkehr von Max Kruse, mit einem Petar Musa und einem Leon Dajaku auf der Bank könnte sich das Blatt bald wieder wenden. Zumal einzig die Königsmauen aus Schalke dem Gegner mehr Großchancen gestatteten als die TSG (42), die zudem gerade in der Anfangsviertelstunde oft nicht wirklich präsent ist. Fünfmal gerieten sie in einen so frühen Rückstand. Lediglich Köln ist da mit bislang sieben raschen Gegentoren noch schlafmütziger. Für die Eisernen ist dies hingegen eine ihrer Lieblingsübungen. Platz zwei in der Blitzstarter-Tabelle steht da mit acht Treffern zu Buche. Nur Leverkusen ließ es einmal mehr klingeln.
Kruse ist ein außergewöhnlicher Individualist
Siegen!! Im Hinspiel war Max Kruse der Dreiergarant der Eisernen. Ein Ding gemacht, zwei aufgelegt. Schon sein allererstes Bundesligator schoss der 32-Jährige vor zehn Jahren, damals noch im Trikot des FC St. Pauli, gegen die TSG. Gegen keinen anderen Klub der Liga traf der 32-Jährige häufiger. Es wird Zeit für alle Neune! Damit der Dreier eingetütet werden kann. Der Respekt bei den Badenern ist auf jeden Fall groß vor Kruse. „Kruse ist ein außergewöhnlicher Individualist“, weiß TSG-Trainer Sebastian Hoeneß, Sohn des ehemaligen Hertha-Manager Dieter und Neffe von Bayern-Boss Uli Hoeneß.
