Manch einer mag es denken, Genki Haraguchi spricht es aus: „Die Champions League ist natürlich mein großer Traum“, sagt er beim Blick auf die derzeitige Tabelle. Die zeigt den 1. FC Union in der Bundesliga nach dem Derbysieg auf Platz fünf. Träumen darf da erlaubt sein. Angriffslustig zeigt sich der lauffreudige Japaner auch vor den Endspielen in der Conference League: „Unser Ziel ist es, in die nächste Runde zu kommen, also müssen wir noch zwei Spiele gewinnen.“
Das erste davon gleich am Donnerstagabend (18.45 Uhr/RTL+) bei Maccabi Haifa. Das Hinspiel gegen die Israelis hat der 1. FC Union im Olympiastadion vor wenigen Wochen mit 3:0 deutlich gewonnen. Doch in der Tabelle der Gruppe E belegt Haifa (4 Punkte) den dritten, der 1. FC Union (3) den letzten Platz. Das Erreichen der nächsten Runde ist für beide Teams noch möglich, der Druck für die Eisernen natürlich etwas größer. „Wir setzen uns den Druck auch selber auf, dass wir das Spiel erfolgreich bestreiten können“, sagte Fischer zuletzt.
Mittwochvormittag ging es für ihn und das Team mit einer Chartermaschine in Richtung Israel. Neben Stürmer Kevin Behrens, der wegen seiner Corona-Infektion weiterhin fehlt, muss der Schweizer auch auf Christopher Trimmel und Cedric Teuchert, die nach nach ihren Platzverweisen beim 1:2 gegen Rotterdam gesperrt sind, verzichten.
„Conference League ist doch anders als Bundesliga“
Genki Haraguchi, der Vielflieger, der erst vergangene Woche mit der japanischen Nationalmannschaft unterwegs war, saß natürlich wieder im Flugzeug. Wenngleich er das Fliegen nicht so sehr möge, habe er sich in den vergangenen Jahren daran gewöhnt. Aber: Auswärtsspiele in der Conference League fühlen sich für den 30-jährigen Japaner noch immer sportlich etwas schwerer an. „Wir kennen die Gegner, die Stadt und das Stadion nicht – das ist etwas schwieriger als in der Bundesliga. Wir machen natürlich immer eine gute Vorbereitung, aber es ist doch anders als sonst“, sagt er.
