„Neuzugang?" Akaki Gogia, beim 1.FC Union nur Andy gerufen, versteht den Sinn der Frage nicht. „Ich bin doch schon drei Jahre hier. Ich kenne doch alle“, meinte der 28-jährige Offensivspieler der Eisernen.
Rein faktisch gesehen hat er recht. Und doch fühlt sich die Rückkehr des Feintechnikers so an, als ober er erstmals zum Bundesligakader der Köpenicker gehört. In der Vorsaison spielte er zunächst keine Rolle. Dann bekam er zwei Teilzeiteinsätze. Und als er endlich von Beginn ran durfte, riss er sich im September gegen Eintracht Frankfurt das Kreuzband und fiel für den Rest der Spielzeit aus.
Ein Unglück, dass hervorgerufen wurde durch den Kunstrasenstreifen neben dem eigentlichen Geläuf. Gogia blieb nach einer Aktion an der Seitenlinie hängen und verdrehte sich das Gelenk. „Ich weiß nicht, ob das auf Rasen anders gewesen wäre. Ich denke schon. Kunstrasen ist ja eher stumpf. Und wir hatten alle Stollen an“, meinte der 1,78 m große Rechtsaußen.
Gogias Knie hält wieder
„Vielleicht sollte ich künftig mehr in der Mitte spielen, da kann das nicht passieren“, war ihm nach den langen Monaten der Reha, die er zu großen Teilen bei seinen Eltern in Augsburg zugebracht hatte, schon wieder zum Scherzen zu Mute. Ein Zeit, die im übrigen auch von Rückschlägen geprägt war. „Vielleicht habe ich manchmal ein bisschen zu viel gemacht. Da hat der Körper sich seien Ruhezeit genommen“, erinnerte er sich an die quälenden Wochen fern der Kollegen zurück.
