Während Urs Fischer seine um A-Junioren-Keeper Nicolai Kemlein erweiterte 23-Mann-Horde - Suleiman Abdullahi trainierte im Hotel individuell - auf dem Platz von SV Eintracht Reichenwalde bei prallem Sonnenschein lautstark scheuchte, glühten bei Manager Oliver Ruhnert am Freitagmorgen die Telefondrähte. Denn die Eisernen stehen vor einem Transfer-Doppelschlag.
Und die von Fans spaßigerweise ins Leben gerufene Bewegung #bringschlottiback erhält neue Gültigkeit. Doch nicht der nach Freiburg zurückgekehrte Innenverteidiger Keven Schlotterbeck, sondern seine jüngerer Bruder Nico soll sie mit Leben erfüllen. Weil es in der Vorsaison so toll geklappt hat, wurden die Eisernen erneut bei den Badenern vorstellig. Nico (20) ist drei Jahre jünger als Keven und mit seinen 1,91 Metern zwei Zentimeter größer als Schlotti I. Nachdem er in der Vorsaison 13 Spiele für die Elf von Christian Streich absolviert hat, sehen die Badener in Union offenbar wieder den richtigen Partner, um Schlotti II weiter zu entwickeln.
Auch hier wieder mittels einer Leihe. Ein nachvollziehbarerer Plan. Allerdings muss man aufpassen, dass man Nico nicht zu sehr mit Erwartungen überfrachtet, nur weil es bei Keven im Vorjahr so hingehauen hat. Zumindest aber der Familienfrieden bleibt gewahrt, weil sich die beiden Brüder nicht im gleichen Verein um einen Kaderplatz streiten müssen. Eine Vorstellung, die beiden nicht wirklich schmeckte und so zum zweiten Mal vermieden wird.
