Der Slogan bei den Eisernen während der Corona-Tage lautete #wartenaufunion. Dieser Twitter-Hashtag kann derzeit getrost modifiziert werden in #wartenaufurs. Denn alles bei den Köpenickern ist derzeit darauf ausgerichtet, ob und wann Chefcoach Urs Fischer aus seinem Trainingslagerexil zurückkehrt.
Der Schweizer hatte das Quarantänetrainingslager im niedersächsischen Barsinghausen aus privaten Gründen vorzeitig verlassen. Mit Corona hat das zum Glück nichts zu tun. Seine Rückkehr ist offen. Klar ist nur, dass er gegen die Bayern am Sonntag nicht auf der Bank der Eisernen Platz nehmen kann, wenn er zuvor nicht den finalen Corona-Abstrich am Sonnabend gemacht hat. Der ist vorgeschrieben. Auch eine gesonderte Abschottung ist dann bei einem negativen Befund für den Schweizer nicht nötig.
Hoffmann am Mikro?
Logischerweise möchte bei Union keiner auf den Schweizer verzichten. Erst recht nicht am Sonntag im Spiel gegen den FC Bayern. Auch wenn sein Co Markus Hoffmann ihn in der Öffentlichkeit vertritt und derzeit bei Instagram Einblicke auf die Arbeit in der Deisterregion gibt, erwägt Union die obligatorische Spieltagspressekonferenz – für gewöhnlich zwei Tage vor dem Match – auf Sonnabend zu verschieben, weil ja dann erst feststehen kann, ob Fischer für seinen zweiten Coronatest vor Ort sein wird. Wenn nicht, muss auch hier Hoffmann vor die Mikrofone und Kameras treten.
