0:3 gegen Leipzig, 1:2 in Wolfsburg, 0:1 bei Real Madrid – und am Sonnabend (15.30 Uhr) gegen Hoffenheim? Der 1. FC Union will und muss zurück in die Erfolgsspur. Vier Pleiten am Stück gab es zuletzt zwischen März und Mai 2020. Damals gegen Leverkusen, Freiburg, Bayern und Hertha. H wie Hertha, H wie Hoffenheim – wurscht! In Köpenick steht das H für Heimsieg und sonst nix! Auf geht’s!
Um das mit den Serien gleich noch abzuschließen: Zwei Niederlagen in Folge in der Alten Försterei liegen noch länger zurück als der Pleiten-Viererpack. 2019 hagelt es gegen Frankfurt und Bremen je ein 1:2 – braucht kein Mensch. Immerhin stammt auch Hoffenheims letzter Dreier in Köpenick – ein 2:0 – aus dem eisernen Premierenjahr im Oberhaus. Danach noch ein Remis, zuletzt siegt zweimal Union. So darf es gern auch diesmal sein.
Reicht es bei Leonardo Bonucci für 90 Minuten?
Trainer Urs Fischer (57) will erst gar keine Gedanken an eine vierte Pleite am Stück aufkommen lassen: „Logisch gefallen uns die Resultate nicht. Aber Druck? Überhaupt nicht. Wieso auch, wenn ich sehe, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Sie macht einen guten Eindruck. Wir haben versucht, schnellstmöglich den Fokus auf Hoffenheim hinzubekommen. Ich denke, das ist auch gelungen.“
Aber ausgerechnet jetzt macht Unions Prunkstück Sorgen: die Abwehr. Robin Knoche (31) fehlt wie schon in Madrid „verletzungsbedingt“. Der Chef, der bisher 103 von möglichen 106 Bundesliga-Partien für die Eisernen am Ball war. Bei Real vertrat ihn Leonardo Bonucci (36) prächtig.
Aber Italiens Europameister musste in Minute 80 mit muskulären Problemen raus. Fischer: „Es sieht gut aus. Er fühlt sich gut. Er hatte jetzt zwei Tage, um sich gut zu erholen.“ Trotzdem bleibt die Frage, ob es diesmal schon für 90 Minuten reicht.
Wiedersehen mit dem Ex-Unioner Grischa Prömel
Sorgen macht auch Alex Kral (25), der angeschlagen aus Madrid zurückkam, Rani Khedira (29, Wade) fehlt ohnehin weiter. Muss der Tscheche passen, könnte Lucas Tousart (26) den Sechser geben. Wie auch immer: Wichtig ist, dass Danilho Doekhi (25) kann.
Denn der Holländer ist Unions TSG-Spezi. Beim letzte Heimspiel gegen Hoffenheim am 16. Spieltag der Vorsaison stand es bis zur 89. Minute 1:1, doch am Ende 3:1 für die Eisernen. Doekhi war der Mann des Tages, weil er jeweils nach Eckbällen zum 1:1 und 2:1 einköpfte. Auch beim letzten Spiel im Kraichgau (2:4) traf der Abwehr-Recke.



