Der Fußball, so heißt es, schreibt immer wieder die kuriosesten Geschichten. AUF und am Sonntag im Stadion An der Alten Försterei ausnahmsweise auch NEBEN dem Platz. Eigentlich sollte Horst Heldt beim Pay-TV-Sender Sky in der Halbzeit ein Interview geben. Dem Union-Manager machte allerdings sein Kreislauf zu schaffen – und das Kuriosum nahm seinen Lauf.
Heldt fällt aus, Koch wird zum Held
Während der erste Durchgang in der Alten Försterei beim Spiel zwischen den Köpenickern und Cagliari Calcio den Fans kaum etwas zum Jubeln bot, spielte sich während der Halbzeitpause das eigentliche Spektakel ab. Eigentlich sollte Union-Manager Horst Heldt den Fragen von Sky Rede und Antwort stehen. Doch daraus wurde nichts: Der 56-Jährige musste das Interview kurzfristig absagen. Grund waren Kreislaufprobleme auf der Tribüne. An einen TV-Auftritt war in diesem Moment nicht zu denken.

TV-Moderatorin Lisa de Ruiter brauchte blitzschnell Ersatz – und fand ihn dort, wo ihn wohl niemand erwartet hätte: Ein zufällig vorbeilaufender Fotograf wurde kurzerhand vor die Kamera gebeten.
Matthias Koch, freischaffender Journalist und Buchautor ist in Köpenick vor allem als Fotograf bekannt und sagte ohne zu zögern zu. Lampenfieber? Fehlanzeige! Koch, der als Fan vor allem Regionalligist Carl Zeiss Jena die Daumen drückt, plauderte locker über Union, analysierte das Spiel und machte seine Sache so souverän, als hätte er nie etwas anderes gemacht.
Bei Union kennt den Kult-Fotograf praktisch jeder
Kein Wunder: Seit Jahrzehnten begleitet der 55-Jährige die Eisernen. Er hat den Klub vom Fußball in den unteren Ligen bis zu den magischen Champions-League-Abenden begleitet. In Falkensee und Eberswalde machte er seinen Job genauso wie bei Real Madrid. Im Verein kennt ihn praktisch jeder, auch unter den Fans ist er längst ein bekanntes Gesicht – nicht zuletzt durch seine Aktivitäten in den sozialen Medien.
In Köpenick ist Koch schon lange Kult! Jetzt kennen ihn noch ein paar Fans mehr...


