Die peinliche 1:3-Pleite beim damaligen Tabellenschlusslicht Heidenheim war zu viel: Steffen Baumgart musste nach der nicht für möglich gehaltenen Niederlage auf der Ostalb beim 1. FC Union Berlin seine Koffer packen. Die Trennung erfolgte noch am Spieltag. Kurz vor Mitternacht zitierte Manager Horst Heldt Baumgart in sein Büro. Die Gründe für das Aus: keine Punkte, keine Weiterentwicklung. Jetzt, sechs Wochen danach, ist Unions Ex-Trainer wieder aufgetaucht.
Auch mit Baumgart hätte Union die Klasse gehalten
Für Baumgart war die Entlassung ein Tiefschlag. Mit Union hatte er sich trotz anhaltender Negativserie weiter auf dem besten Weg zum Klassenverbleib gesehen. Marie-Louise Eta übernahm, holte aus den verbleibenden fünf Spielen sieben Punkte. Heute ist klar: Baumgart hätte alle Partien verlieren können und die Klasse aufgrund der desolaten Konkurrenz trotzdem gehalten.
Seine Entlassung hat er mittlerweile einigermaßen verarbeitet, zumindest suchte Baumgart am Freitag erstmals wieder den Gang in die Öffentlichkeit. Bei der Veranstaltung „Bild 100“ gehörte er zu den geladenen Gästen, ließ sich auf dem roten Teppich gemeinsam mit Ehefrau Katja gerne ablichten.

Typisch Baumgart: Negativerlebnisse halten ihn nicht lange auf!
Wenige Wochen nach seiner Entlassung beim 1. FC Köln übernahm er im Februar 2025 das Traineramt beim damaligen Zweitligisten Hamburger SV. Als der angepeilte Aufstieg verpasst wurde, dauerte es wieder nur kurze Zeit, bis er bei Union anheuerte. „Ich hatte sechs Wochen Pause, das reicht“, begründete Baumgart seine Mini-Auszeit.
Baumgart will arbeiten, nicht faulenzen
Der Ex-Union-Trainer weiß, dass das Business knallhart ist. Wer über längere Zeit raus ist, hat es danach schwerer, einen neuen Job zu ergattern. Immer wieder hatte er betont, welch großes Privileg es sei, bei einem der 18 Bundesliga-Vereine Trainer sein zu dürfen. Baumgart will wieder zurück auf die Bank – und scheut auch deshalb keine Kamera.

