Es juckt ihn schon in den Füßen. Der Ball. Ach, wäre das schön. Doch Unions wichtigster Neuzugang Max Kruse muss sich von dem Objekt der Begierde weiter fernhalten. Nach wie vor ist Aufbauarbeit angesagt nach seiner Sprunggelenksverletzung, die er sich Mitte März noch in den Diensten von Fenerbahce zugezogen hatte.
Der 32-Jährige ist zwar mit nach Bad Wörishofen gefahren, aber er trainiert individuell abseits vom Team. Während die Kollegen von Martin Krüger zu einem Läufchen durch den Kurpark gebeten wurden, ackerte Kruse zunächst im Kraftraum am Sportplatz des FCW. Später drehte er mit Reha-Trainer Christopher Busse noch ein paar Runden um den Platz. „Gebt mir einen Ball. Ich schweiß den ein“, flehte er fast danach, die Kugel berühren zu dürfen. Die Aussichten, dass das noch im Allgäu in nennenswerter Größenordnung passieren wird, sind eher gering. Kruse mit Ball am Fuß? „Wird eher nicht passieren“, meinte der 14-malige Nationalspieler, während er um den Rasen trabte.
Was auch eher nicht passieren wird, sind größere Interviews mit dem gebürtigen Hamburger. Union hat ihm zwar nicht einen Maulkorb verpasst, aber Spieler, die nicht aktiv auf dem Rasen stehen, werden eh nicht in den Vordergrund geschoben. Und Kruses Unlust mit der Presse zu sprechen, ist hinlänglich bekannt.
