Erfolg weckt Begehrlichkeiten. Und der 1. FC Union hat derzeit Erfolg. Womit der Fluch der guten Tat schon auf der Hand liegt. Die Eisernen sehen sich damit konfrontiert, dass ihre Spieler bei anderen – besser betuchten – Klubs auf dem Zettel stehen. Das erste Beispiel dafür – oder das zweite, wenn man Sebastian Andersson mitzählt – ist Christopher Lenz. Der Linksverteidiger bricht seine Zelte in Köpenick ab und wechselt im Sommer nach Frankfurt.
Bitter für die Köpenicker, dass der 26-Jährige ablösefrei an den Main wechselt. Versuche, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag zu verlängern, versandeten. Die Perspektive, bei den Hessen auf internationalem Parkett reüssieren zu dürfen – und da womöglich in der Königsklasse -, erschienen dem gebürtigen Berliner offensichtlich reizvoller. Und finanziell können die Köpenicker mit Sicherheit nicht mit den Hessen mithalten.
Christopher Trimmel – so der Burgenländer denn verlängert – muss sich also bei den Auswärtsreisen und im Trainingslager einen neuen Zimmerpartner suchen. Bis zuletzt teilten die beiden sich nicht nur das eiserne Flügelspiel, sondern waren eben auch Zimmergenossen.
Lenz reizt das internationale Geschäft
Bei Union reagiert man gelassen auf den feststehenden Abgang. Manager Oliver Ruhnert neigt ja ohnehin nicht zu Sentimentalitäten. „Christopher hätten wir gerne weiter im Union-Trikot gesehen, aber er hat eine andere Entscheidung getroffen, die wir respektieren werden. Wir sind uns sicher, dass er bis zum Saisonende alles geben wird, um Union als Erstligist zu verlassen“, so Ruhnert.
