Ein bisschen Frieden in der Wüste. Trotz seines enttäuschenden 14. Platz im letzten Rennen für Ferrari, der nächsten Niederlage gegen Teamkollege Charles Leclerc (23) und der schlechtesten Formel-1-Saison seiner Karriere verabschiedete sich Sebastian Vettel (33) mit Anstand. Erst spendierte der aussortierte Altmeister seiner Crew eine Runde Bier, dann schloss er Frieden mit Leclerc und am Ende sprach er noch mit Mick Schumacher (21) über seine Vorfreude auf sein neues Team Aston Martin.
Es hatte was von einer verpassten Staffelübergabe. Eigentlich war geplant, dass Vettel Ferrari wieder zu Weltmeister-Ehren führen und dann den Stab an den Sohn von Ferrari-Legende Michael Schumacher (51) weitergeben sollte. Doch zweimal (2017, 2018) verschenkten er und die Scuderia den Titel an Lewis Hamilton (35). Zweimal baute Ferrari ein instabiles Auto und Vettel wurde von Leclerc erst gelinkt (verweigerter Windschatten in Monza) und dann entzaubert.
Helmtausch mit Leclerc
Doch Vettel wollte nicht im Groll gehen. Er tauschte mit dem Monegassen den Helm und schrieb eine Widmung drauf: „Für Charles, du bist der talentierteste Fahrer, dem ich in 15 Jahren Formel 1 begegnet bin. Verschwende es nicht. Aber sei dir sicher, was auch immer du tust, um glücklich zu sein und zu lächeln. Danke für alles!“
Danach richtete Vettel seinen Blick nach vorn – auf Aston Martin. „Es ist, als wäre man ein kleiner Junge, der zum ersten Mal in den Spielzeugladen geht“, sagte Vettel mit Freude auf sein neues Bond-Auto, das in British Racing Green lackiert und mit dem aktuellen Mercedes-Heck ein Titelanwärter werden soll.
