Das Ende einer echten Fußball-Ära steht bevor! Manuel Neuer (40) wird nach der kommenden Saison seine Handschuhe wohl endgültig an den Nagel hängen. Ein Schock für viele Bayern-Fans, aber ehrlich gesagt: Es ist höchste Zeit für den Schritt.
Neuer kündigt Rücktritt an
„Es sieht schon stark danach aus, dass ich aufhöre“, verriet der Weltmeister von 2014 zum Auftakt des Bayern-Trainingslagers ganz offen.
Eigentlich war er sich schon zu „85 Prozent“ sicher, bereits diesen Sommer Schluss zu machen. Warum er doch noch ein Jahr dranhängt? „In dieser Mannschaft, mit dem Staff und Trainerteam, macht es einfach Spaß.“
Die Uhr tickt!
Doch so sehr die Fans ihre Torwart-Legende auch lieben: Die Uhr tickt, das Alter macht auch vor einem mehrmaligen Welttorhüter nicht halt. Die Legende wackelt immer öfter.

Klar, geniale Weltklasse-Momente hatte er auch zuletzt noch drin – wie im Champions-League-Hinspiel gegen Real Madrid im vergangenen April. Aber schon im Rückspiel folgte der dicke Patzer: Ein böser Fehlpass, Gegentor, der Traum geplatzt.
Der Kronprinz scharrt schon mit den Hufen
Es ist Zeit, den Platz für die nächste Generation zu räumen. Denn der Nachfolger steht längst bereit und scharrt mit den Hufen: Jonas Urbig.
Der Ex-Kölner ist längst nicht mehr nur ein Talent, das stolz an der Seite seines Idols trainiert. Statistisch hat der 22-Jährige die Bayern-Legende bereits überholt!

Verhinderte Tore: Urbig verhinderte laut Statistik-Gurus in der vergangenen Saison satte 4,33 fast sichere Gegentore. Neuer hingegen kassierte sogar 0,23 Tore mehr als erwartet.
Patzer: Neuer verschuldete in der Bundesliga vier Gegentore durch eigene Fehler – Urbig nur ein einziges.
Dazu kommt: Neuer hat den mitspielenden Torwart einst erfunden, aber Urbig hat den Meister kopiert und verfeinert. Pro Spiel war der 22-Jährige öfter am Ball, spielte mehr Pässe und hatte selbst bei den langen Abschlägen die bessere Quote.
Noch einmal die Nummer 1 – dann übernimmt die Zukunft
Kampflos räumt die Legende seinen Platz aber noch nicht. „Ich denke, dass es ähnlich laufen wird wie in der letzten Saison“, betont Neuer.
Heißt: Der DFB-Pokal gehört Urbig, in der Liga teilt man sich die Einsätze (zuletzt 22-mal Neuer, 12-mal Urbig) – und in den dicken Partien in der Champions League führt an der alten Nummer 1 kein Weg vorbei.


