Die Enttäuschung war nur von kurzer Dauer, es überwog der Stolz auf das Erreichte. Daniel Altmaier (22) verspürt nach seinem sensationellen Lauf bei den French Open eine große Motivation, an seinen Erfolg anzuknüpfen. „Es war eine wirkliche Freude“, sagte der Profi aus Kempen, die Trauer über die klare 2:6, 5:7, 2:6-Achtelfinalniederlage gegen den Spanier Pablo Carreno Busta hielt sich in Grenzen: „Ich werde jetzt etwas reflektieren und mich sehr bereit machen für die kommenden Wochen.“
Er wolle seine ersten Erfahrungen bei einem Grand-Slam-Turnier nutzen, um noch stärker zu werden, sagte Altmaier, der es über die Qualifikation ins Hauptfeld geschafft hatte: „Ich habe das erste Mal auf der Tour reingeschnuppert, konnte die Luft atmen. Ich habe das Glück, dass ich nächste Woche in Köln weitermachen kann.“
Altmaier wird dann beim ersten ATP-Turnier in der Lanxess-Arena (12. bis 18. Oktober) vor Heimpublikum aufschlagen. In Paris hatte er unter anderem die deutsche Nummer zwei Jan-Lennard Struff (Warstein) und auch den Weltranglistenachten Matteo Berrettini aus Italien geschlagen und damit für Furore gesorgt.
Im Doppel dagegen kämpfen die Titelverteidiger Kevin Krawietz und Andreas Mies (Coburg/Köln) im ersten Match (11.00 Uhr/Eurosport) um den Einzug in das Halbfinale. Auf dem Court Suzanne-Lenglen, dem zweitgrößten Platz der Anlage, treffen sie auf das britische Duo Jamie Murray und Neal Skupski. Vor einem Jahr hatten Krawietz und Mies völlig überraschend den Titel in Paris geholt. In diesem Jahr sind sie an Nummer acht gesetzt.
