Supercup, super schlapp! Rekordmeister FC Bayern ging beim Supercup gegen Pokalsieger RB Leipzig mit 0:3 unter. Da konnte selbst 100-Millionen-Einkauf Harry Kane bei seinem 27-minütigen Debüt nichts machen. Nur einen Tag später melden sich die Chefkritiker Didi Hamann und Stefan Effenberg zu Wort und rechnen gnadenlos mit Bayerns Trainer Thomas Tuchel ab.
Ex-Nationalspieler Hamann war in totaler Angriffslaune und redete sich bei Bild-TV in Rage: „Sie spielen nicht als Mannschaft. Du kannst die besten Einzelspieler haben - wenn du nicht geschlossen auftrittst, hilft dir auch kein Harry Kane. Ob da ein Kane der Heilsbringer ist, da bin ich mir nicht so sicher.“ Keine Mannschaft? Hat Tuchel das Star-Team etwa nicht im Griff?
Hamann: „...oder die Mannschaft hat Probleme mit dem Trainer“

Hamann hat seine Antwort gefunden und erklärt einfach, dass die Bilanz unter Tuchel „desaströs“ sei. Das Argument ist schlagkräftig. Bei Vorgänger Julian Nagelsmann waren die Bayern im März noch in allen drei Wettbewerben. Tuchel vergeigte nach seiner Amtsübernahme die Champions League, den Pokal und Meister wurden man nur mit Glück am letzten Spieltag. Hamann weiter: „Du brauchst Führung. Es kann zwei Gründe geben, warum es nicht läuft - dass es intern Probleme gibt innerhalb der Mannschaft, oder dass die Mannschaft ein Problem mit dem Trainer hat.“ Rumms!
Effenberg: „Der Trainer sollte wissen, wo die Probleme liegen“

Auch der frühere Bayern-Kapitän Stefan Effenberg (55) nagelte auf den FCB und den Trainer nach dem 0:3 gegen Leipzig im Sport1-Doppelpass ein: „Es ging um einen Titel, wie Bayern sich da präsentiert hat, war katastrophal. Der Trainer sollte sehr wohl wissen, woran es liegt und wo die Probleme liegen. Die Leistung ist enttäuschend und macht auch Angst.“
Und was machte der eigenwillige Tuchel nach dem Abpfiff? Der Bayern-Trainer entschuldigte sich nach der Super-Cup-Schlapp-Pleite bei seinem Wunschstürmer Harry Kane und watschte den Rest der Truppe ab: „Das tut mir einfach nur leid. Der denkt wahrscheinlich, wir haben hier vier Wochen nicht trainiert. Das ist erschreckend. Ich bin konsterniert und die Enttäuschung ist riesig.“ Noch bedenklicher war dieser Satz: „Ich habe keine Lösung. In der Vorbereitung hat alles gepasst. Diese riesengroße Diskrepanz ist mir unerklärlich. Das glaubt mir ja kein Mensch. Ich erkenne nichts wieder.“



