Ja, unsere Frauen können nicht nur gut Fußball spielen. Sie gewannen gerade ihr WM-Auftaktspiel gegen Marokko mit 6:0. Nein, sie haben abseits des Platzes noch ganz andere Qualitäten. Und dabei kommt dann ein Internet-Hype heraus. Waru ist längst der heimliche Star beim Turnier. Ein selbstgehäkelter grauer Koala erobert gerade die Herzen im Sturm.
Erst saß Waru bei Lena Oberdorf (21) vorne in der Trainingsjacke, dann in der Kapuze, später auf der Musikbox. Alle rätselten: Wo kommt denn das unverschämt niedliche Maskottchen der Frauen-Nationalmannschaft her? Ein offizieller Marketing-Artikel ist dieses Tierchen, welches seine Heimat in Australien hat, nicht.
Klara Bühl häkelte Waru

Die Auflösung: Waru ist die liebevolle, eigenständige Koala-Kreation von Linksaußen Klara Bühl (22) vom FC Bayern. Sie häkelt in der Freizeit für ihr Leben gern und sagt zu der traditionellen Handwerkskunst mit Wollfaden: „Es ist zwar altmodisch, aber entspannend.“ Während die Männer gerne ihre Zeit an der Fifa-Playstation verdaddeln, setzt Klara Bühl ihre Finger kunstvoll mit der Häkelnadel ein und damit wohl einen neuen Trend.
Im Internet ist ein wahrer Boom ums Häkeln und Waru entstanden. Es kursieren schon Häkelanleitungen für den süßen Koala. Als Klara ihr Maskottchen fertig hatte, waren ihre Mitspieler total begeistert und wollten ihn mit zur WM nehmen. Doch es fehlte noch ein Name für den Glücksbringer. Es wurde teamintern abgestimmt. Bühl: „Der Name bedeutet so ein bisschen Feuer, und das passt ganz gut zu uns.“
Waru, der Talisman, soll mithelfen, den WM-Titel zu holen. Doch Sonntag (11.30 Uhr) wird es erst mal nicht so kuschlig für Deutschlands Frauen. Im zweiten Gruppenspiel geht es gegen Kolumbien. Die Südamerikanerinnen entpuppten sich zuletzt als Rüpelinnen auf dem Platz mit knallharten Grätschen.


