Erst wird getrauert, dann gibt es wieder Vollgas ... Weltmeister Max Verstappen (25) baute mit dem Sieg beim Sprintrennen in Spielberg seinen Vorsprung in der WM-Gesamtwertung aus, führt nun mit 70 Punkten vor seinem Red-Bull-Kollegen Sergio Perez (33), der Zweiter wurde. Nico Hülkenberg (35/Emmerich) fuhr im Haas als Sechster drei WM-Zähler ein. Am Sonntag gibt es den GP von Österreich (15.00 Uhr), die Poleposition dafür hatte sich Verstappen schon am Freitag gesichert.
Doch neben dem fliegenden Holländer beherrschte leider auch ein Landsmann von ihm die Szenerie in Spielberg. Dilano van’t Hoff war in Spa tödlich verunglückt. Er wäre am 26. Juli 19 Jahre alt geworden.
Was genau im zweiten Rennen der Nachwuchsserie Formula Regional auf der anspruchsvollen Grand-Prix-Strecke passierte, war zunächst unklar. Auf Live-Bildern war zu sehen, wie es auf regennasser Piste bei schlechter Sicht auch durch viel Gischt zu einem Unfall kam, weil ein Fahrer die Kontrolle über sein Auto verlor.
Regen, Schleuder, dann krachte es
Der niederländischen Zeitung AD zufolge hatte sich van’t Hoff mit seinem Wagen gedreht. Danach soll er von einem anderen Auto getroffen worden sein. Ein Unfall, der die Sicherheitsdiskussion vier Jahre nach dem tödlichen Unfall von Anthoine Hubert fast an gleicher Stelle wieder entfacht.

Die Formel 1 gedachte van’t Hoff vorm Sprintrennen mit einer Schweigeminute. Verstappen sagte: „Ich habe ihn nicht persönlich gekannt, aber er war ein niederländischer Nachwuchsfahrer und hatte die gleichen Träume, die wir hatten, als wir in die Formel 1 wollten. Wir müssen uns diese Situationen anschauen. Es gibt Dinge, die man besser machen kann, um Fahrer zu schützen. Das war absolut unnötig.“
Auch Mercedes-Testfahrer Mick Schumacher (24) trauerte: „Mein tiefes Mitgefühl an Dilanos Familie und Freunde.“
