Elegant, tiefschwarz mit einer weißen Blesse auf der Stirn: Er war ein Superstar auf vier Beinen und das teuerste Dressur-Pferd der Welt. Der Hengst Totilas, der vor über einem Jahr im Alter von 20 Jahren an den Folgen einer Kolik starb.
Ein Pferd, das auch nach seinem Tod noch die Lizenz zum Gelddrucken hat. Denn sein einstmals eingefrorenes Sperma ist fast so wertvoll wie Gold. Sperma, um das jetzt ein erbitterter Streit ausgebrochen ist. Zwischen dem letzten Totilas-Besitzer Paul Schockemöhle (77) und dem Vorbesitzer und Züchter Kees Visser.
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Beide besaßen mal das Pferd – und beide haben noch Sperma des Pferdes im Kühlschrank, das sie teuer weiterverkaufen. Jetzt verklagen sich beide gegenseitig.
4000 Euro kostet eine Portion des eingefrorenen Spermas von Totilas
Totilas war nicht nur im Reitsport erfolgreich, auch abseits des Parcours erfolgreich im lukrativen Deckeinsatz. Der Hengst wurde viele Jahre in der Zucht eingesetzt. „Er war gut im Rennen als Deckhengst“, sagte Schockemöhle nach dem Tod des Pferdes. Bis heute wird noch immer tiefgefrorenes teures Sperma des Pferdes verkauft. Die Decktaxe beträgt laut der Webseite des Gestüts Schafhof seines früheren Reiters Matthias Alexander Rath 4000 Euro.
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Worum dreht sich der Streit? Nach Angaben von Bild soll Visser laut Schockemöhle entgegen Absprachen Sperma des Pferdes zurückgehalten haben, als Schockemöhle Totilas im Oktober 2010 für zehn Millionen Euro kaufte. Der Unternehmer aus dem niedersächsischen Mühlen und frühere Weltklasse-Springreiter erwirkte jetzt eine einstweilige Verfügung, durch die Visser der Verkauf untersagt wurde.
Inzwischen verklagen sich Schockemöhle und Visser gegenseitig
Doch der niederländische Totilas-Vorbesitzer Kees Visser bestreitet diese Absprache und klagt nun seinerseits gegen Schockemöhle in den Niederlanden. „Ich sehe der Sache ziemlich beruhigt entgegen“, sagte der 77-jährige Schockemöhle der Bild-Zeitung.
