Bei Weltmeisterschaften in Coronazeiten sind Sightseeing-Trips eher Mangelware. Ein kleiner Ausflug an die Ostsee war deshalb eine gelungene Abwechslung für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft, um vor dem WM-Spiel in Riga gegen Finnland (19.15 Uhr, Sport 1) den Kopf ein wenig freizubekommen und die eine oder andere Blessur auszukurieren.
Lukas Reichel fehlt gegen Finnland
Eisbär Lukas Reichel hat die Kollegen ans Wasser begleitet begleitet. Dennoch kommt die Partie gegen die Nordmänner für den Stürmer zu früh. Nachdem er beim 2:3 gegen Kasachstan einen fiesen Check gegen den Kopf einstecken musste, wofür Iwan Stapenko nun nachträglich für ein Spiel gesperrt wurde, geht Bundestrainer Toni Söderholm gegen seine Landsleute auf Nummer sicher. „Er hat richtig viele gute Eishockey-Jahre vor sich, da werde ich nichts riskieren. Er kommt zurück, wenn er bereit ist, da bin ich eher vorsichtig.“ Söderholm hat bereits angekündigt, dass Reichels Ausfall nicht die einzige personelle Veränderung sein wird.
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Aber auch ohne den Meisterstürmer ist das DEB-Team längst nicht chancenlos. Vor zwei Jahren konnte Söderholm mit seiner Mannschaft das finnische Team, das später Weltmeister wurde, schon mal ärgern. Was für den Geist spricht, der seit dem Silbercoup bei Olympia 2018 im Team herrscht. Wie schon damals in Südkorea hatte Deutschland auch jetzt einen sensationellen Sieg gegen Kanada (3:1) gefeiert. Kapitän Moritz Müller, der zu den Silberhelden gehörte, erkennt durchaus Parallelen: „Diese Mannschaft lebt von der Leidenschaft und der Liebe zueinander.“
