Es ist das Prinzip der ZDF-Show „Bares für Rares“: Menschen bringen besondere Fundstücke von Dachböden und aus Kellern ins Studio – und hoffen, dass sie diese zu möglichst hohen Preisen an die Kunst- und Antiquitätenexperten verkaufen können. Die Freude ist groß, wenn die Kandidaten mit einem stattlichen Stapel Geld den Händlerraum verlassen. Aber: Welcher Verkauf ging als bisher teuerster in die Vergangenheit der Show ein? Hier lesen Sie die unglaubliche Geschichte…
Die Kandidatinnen haben das besondere Schmuck-Kreuz geerbt
Schon 2019 kamen zwei Frauen zur Show, Mutter Cosima Birk und Tochter Stephanie Huber. Sie hatten ein mit Edelsteinen besetztes Schmuck-Kreuz im Gepäck, über das sogar Moderator Horst Lichter staunte. „Ach du heiliges Kanonenrohr“, sagt er, als er das besondere Stück erblickt. „Das ist aber ein Oschimann von Kreuz – wo habt ihr den denn her?“ Die beiden erzählen die Geschichte des Stückes: „Das haben wir geerbt. Es wurde zunächst von einer Tante geerbt, sie bekam es von einer alten Dame, die sie immer in die Kirche begleitete. Dann hat es wiederum ihre Schwester geerbt, die mich adoptiert hat und so ist es in meinen Besitz gekommen“, sagt Birk.
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„Man sollte viel mehr Leute in die Kirche bringen“, sagt Lichter. Ja, tatsächlich, denn die Expertise haut alle vom Hocker. Das Schmuckstück sei dafür gedacht gewesen, es sich um den Hals zu hängen – und ist besetzt mit 40-karätigen Diamanten im Mazarin-Schliff. Expertin Heide Rezepa-Zabel entdeckt außerdem goldene Fassungen und ein Bergkristall-Fenster, hinter dem seltsame Holzsplitter zu sehen sind. Kaputt? Nein! „Es handelt sich um Holzstücke aus dem wahren Kreuz Jesus Christus“, stellt die Expertin fest. Lichter: „Das ist ja eine Weltsensation!“

Er gibt sich geplättet, die Kandidaten ebenfalls. „Wir hatten einen handschriftlichen Zettel dazu, um 1790 bis 1805. Ich bin ziemlich überrascht, dass es doch noch älter ist“, sagt Birk. Normalerweise werden bei der Expertise immer Steine und Gold getestet, um den Wert zu bestimmen. „Aber das lohnt sich hier gar nicht“, sagt Heide Rezepa-Zabel. „Wir könnten eher den Wert von dem Holz ausrechnen.“
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Dann wird es spannend. Wie viel soll es kosten? „Vom reinen Materialwert würde ich schon sagen: Zwischen 15.000 und 17.000“, sagt Birk. Deshalb gehe sie von 25.000 bis 30.000 Euro aus. Raunen beim Studio-Publikum, das um den Expertisen-Tisch herum steht. Doch die Expertin übertrifft die Schätzung noch einmal. „Insgesamt würde ich das Kreuz auf 60.000 bis 80.000 Euro taxieren.“ Lichter händigt den Frauen die Händlerkarte aus. „Das hier ist unfassbar für mich“, sagt er.
