Stellen Sie sich vor, Sie leben idyllisch mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin zusammen. Alles scheint perfekt und Sie sind glücklich. Doch plötzlich haben Sie Schulden. So hohe Schulden, dass diese gar nicht mit Geld beglichen werden können. Stattdessen sollen Sie mit Ihrer kostbaren Lebenszeit bezahlen. Was würden Sie tun? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie auch noch an dem grausamen System beteiligt sind, in dem Menschen mit ihren Lebensjahren Kosten begleichen müssen?
In dieser dystopischen Welt leben die Menschen im Science-Fiction-Thriller „Paradise“. Der Film, mit Kostja Ullmann, Corinna Kirchhoff, Marlene Tanczik und Iris Berben in den Hauptrollen, wurde unter anderem in Berlin gedreht. In gut zweieinhalb Wochen (bis Sonntag, 13. August) wurde der am 27. Juli veröffentlichte Near-Future-Film von Boris Kunz schon 31,2 Millionen Mal aufgerufen, wie Netflix mitteilte. Er stehe weltweit „die dritte Woche in Folge an der Spitze der Liste nicht-englischsprachiger Filme“, hieß es.
Darum geht's im deutschen Netflix-Hit „Paradise“
Das Paar Max und Elena führt ein glückliches Leben, das sich schlagartig ändert, als sie mit hohen Versicherungskosten konfrontiert werden. Elena muss die Schulden mit 40 Jahren ihrer Lebenszeit begleichen. Max, der bei dem Biotech-Start-up Aeon arbeitet, das Lebensjahre von jungen Menschen an Reiche verkauft, fand bislang moralisch nichts verwerflich an seiner Arbeit. Doch nun, wo es seine eigene Frau trifft, versucht er alles in seiner Macht Stehende, um Elena die verlorenen Jahre zurückzubringen. Das gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht.


