Der Herbst ist offiziell da (auch wenn es draußen noch nicht danach aussieht) – und mit ihm ganz viele tolle neue Serien und Filme bei den einschlägigen Streamingdiensten. Aber obwohl ich mich auf neue herbstliche Serien wie „Der Untergang des Hauses Usher“ freue, bin ich auch ein bisschen sentimental.
Während ich heute auf Netflix erst mal eine halbe Stunde den perfekten Film für den Abend suche, erinnere ich mich an verregnete Fernsehnachmittage als Kind. Ich habe mich vor den Fernseher gesetzt und bin durch die Kanäle gezappt. Da bin ich immer bei einem Film gelandet, der seine Free-TV-Premiere schon lange hinter sich hatte. Aber es kam ja nichts anderes, also war das egal.
Gruselstimmung damals vor dem Fernseher
Im Herbst kam da wahrscheinlich „X-Factor: Das Unfassbare“ oder irgendein TV-Horrorfilm, der nicht gruselig genug war, einen über Nacht wachzuhalten, aber gruselig genug, dass ich heute noch dran denke. Wahrscheinlich habe ich auch noch mittendrin eingeschaltet und den Anfang verpasst, was zu der Atmosphäre beigetragen hat, in eine verstörende Parallelwelt eingetaucht zu sein.

Die meisten dieser TV-Filme waren austauschbar und am nächsten Tag hatte man sie schon vergessen. Was bleibt, ist die Erinnerung an das heimelige Gefühl, sich an einem Herbstnachmittag eingekuschelt und sich berieseln lassen zu haben.
Wo Streaming nicht mithalten kann
Mit Streaming lässt sich das Gefühl ja gar nicht mehr replizieren. Wenn man jederzeit alles gucken könnte, dann muss das, was man guckt, perfekt sein. Niemand will mehr „Zeit verschwenden“ für einen Film oder eine Serie, die er nicht mögen könnte. Und auf einmal ist die Stimmung weg, die man noch vor dem Röhrenfernseher hatte.




