Die Diskussionen um Heino und seine grenzwertige Aussage beim „Sat.1.-Frühstücksfernsehen“ gehen in die nächste Runde.
Heino singt „Lustig ist das Zigeunerleben“ auf dem Frankfurter Oktoberfest
Der Schlagersänger hielt bei seinem TV-Auftritt nicht nur eine Wutrede gegen das Gendern, sondern sprach sich auch ganz deutlich dafür aus, weiterhin Ausdrücke wie „Zigeuner“ verwenden zu wollen. „Ich werde weiter von der schwarzen Haselnuss singen, ich werde weiter ‚Lustig ist das Zigeunerleben‘ singen. Da lass ich mich von keinem Menschen abbringen. Das ist ein Stück Kulturgut“, lauteten seine Worte. Und ja, Heino hält sein Versprechen und singt diese Songs fröhlich weiter, wie am vergangenen Mittwoch (20. September) auf dem Frankfurter Oktoberfest. Die Stimmung beim Publikum soll zwar laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gut gewesen sein, hinterher gibt es aber dennoch viel Kritik.
Viele der TV-Zuschauer halten zu Heino und beschweren sich bei Sat.1, dass der Sender einen Beitrag von Heino auf Instagram wieder löschte. Davon, dass man ja heute nicht mehr seine Meinung frei äußern dürfe, liest man nun dort. Die meisten der User beziehen sich in ihren Kommentaren aber nur auf das Thema Gendern – der andere Teil, in dem Heino die Gefühle von Betroffenen der ethnischen Gruppen, die sich durch den Ausdruck „Zigeuner“ diskriminiert fühlen, vollkommen ignoriert, wird ausgeblendet.

Kritik für Heino aus der Öffentlichkeit
Nicht nur Moderatorin Ruth Moschner machte darauf aufmerksam, indem sie es als „enttäuschend“ und „indiskutabel“ bezeichnet, dass Heino darauf besteht, weiterhin rassistische Formulierungen zu verwenden, und dadurch absichtlich Menschen verletzt.
Auch Kelly Laubinger, die Vorsitzende der Bundesvereinigung der Sinti und Roma, geht mit Heino in der FAZ hart ins Gericht: „Der Vorfall zeigt erneut, wie gekonnt über Jahrzehnte die Perspektiven von Getroffenen vom historisch tradierten Rassismus gegenüber Sinti und Roma ausgeblendet werden, ohne sich der eigenen Privilegien bewusst zu werden.“ Und weiter: „Heino verdient Geld mit seinem rassistischen Kulturgut, während wir um unsere Leben fürchten müssen.“
Leider ist anzunehmen, dass weder Heino noch seine Befürworter, was seine Aussage beim „Sat.1.-Frühstücksfernsehen“ betrifft, ihre Einstellung noch mal überdenken.




