Der Urteilsspruch gegen den „Ehefrauen-Schläger“ Johnny Depp in London könnte auch ein Knock-out für seine Karriere gewesen sein. Kaum hatte der Richter die Verleumdungsklage des Hollywood-Stars gegen das britische Boulevardblatt „The Sun“ abgewiesen, wurde er am Set der dritten Folge von „Fantastische Tierwesen“ gefeuert. Laut des „Hollywood Reporters“ entschied sich Warner Bros Studiochef Toby Emmerich, Depp lieber Millionen zu zahlen, als einen PR-Albtraum zu riskieren.

Die Dreharbeiten zum noch titellosen dritten Teil des Fantasy-Fünfteilers (aus der Feder von „Harry Potter“-Autorin J.K. Rowling) hatten am 20. September in London begonnen. Depp hatte seither erst eine einzige Szene als fieser Magier Gellert Grindelwald gehabt. Trotzdem steht ihm vertraglich die volle Gage zu – obwohl sein Part jetzt neu besetzt werden muss. Wie hoch genau sein ausgehandeltes Salär war (es soll sich im zweistelligen Millionenbereich bewegen), ist nicht bekannt – nur dass es höher sein soll als das der Kollegen Jude Law und Eddie Redmayne.
Technisch gesehen hatten die Produzenten Depp die Chance gegeben, selbst zu kündigen, anstatt offiziell vor die Tür gesetzt zu werden. Worauf sich der Schauspieler einließ. Wer seine Rolle in den nächsten drei Folgen übernimmt, ist noch nicht bekannt.
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