Der neue Thriller des Berliners Sebastian Fitzek heißt „Der Heimweg“ und behandelt mal wieder eine Urangst des Menschen: Lauert nicht hinter jedem Baum in der Dunkelheit ein Meuchelmörder? Für den Bestsellerautor war Corona zunächst eine „prima Ausrede, sämtliche Sporteinheiten ausfallen zu lassen. Ich habe mich viel länger auf der Couch und im Bett gelümmelt, wahnsinnig viel ferngesehen. Und meine Bildschirmzeit auf dem Handy ging auf 8 Stunden 30 hoch.“
Irgendwann musste der Autor sich selbst ermahnen: „Jetzt mach was Produktives!“ Daraus entstanden ist der Kurzgeschichtenband „Identität 1142“, den er mit seinen Instagram-Followern geschrieben hat: „Das war ein Arschtritt, den ich mir selber verpasst habe, um mich nicht nur passiv mit schlechten Nachrichten berieseln zu lassen.“
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Am Beispiel einer kleinen, fiesen Idee in Fitzeks neuem Thriller kann man sehr gut sehen, wie ihm die Schockmomente für seine Geschichten einfallen. In „Der Heimweg“ gibt es ein durchsichtiges Wasserbett, in dem Leichenteile schwimmen: „In irgendeinem Hotelzimmer musste ich auf einem Wasserbett schlafen. Da habe ich mir gedacht: Was würde zu diesem ekligen Geräusch passen? Womit könnte man das Bett füllen, damit es komplett ekelhaft wird?“

In „Der Heimweg“ erwähnt Fitzek das auf private Initiative eingerichtete und betriebene Heimwegtelefon Tel. 030/120 74 182, das jeder anrufen kann, der auf dem dunklen Weg nach Hause akustischen Beistand sucht. Solche Elemente aus der Realität sind ihm in seinen Büchern wichtig: „Ich glaube, dass jede gute Lüge einen wahren Kern braucht, damit man sie glauben kann.“
