Ob Kot im Bett oder Drogenorgien – beim Prozess zwischen Johnny Depp und Amber Heard wurde auf beiden Seiten schmutzige Wäsche gewaschen. Unglaublich, aber wahr: Es hätte noch weiter unter die Gürtellinie gehen können, wie jetzt durchgesickerte Gerichtsanträge von beiden Seiten belegen. Heards Anwälte wollten den Geschworenen nämlich unbedingt die angeblichen Erektionsprobleme des 59-Jährigen präsentieren, während das Depp-Team darauf pochte, die 36-Jährige als Ex-Stripperin zu outen.
Das Magazin Newsweek bekam jetzt einen Einblick in die versiegelten Gerichtsanträge aus dem März. Darin verlangte das Heard-Team, dass Depp „seine medizinischen Probleme“ offenlegen muss. Als angeblichen Beweis für Johnnys verminderte Standfestigkeit legte Heard eine Liste von Medikamenten vor. Ihr Argument in den Gerichtsakten: „Obwohl Mr. Depp seine Potenzprobleme lieber nicht offenlegen will, ist dieser Zustand absolut relevant, wenn es um sexuelle Gewalt geht. Es ist der Ursprung seiner Wut und auch der wahrscheinliche Grund, warum er Amber Heard mit einer Flasche vergewaltigen würde.“

Depps Team protestierte dagegen: „Die Ex-Frau unseres Mandanten will den Prozess in einen Zirkus verwandeln und Mr. Depp. durch unnötig schlüpfrige und obszöne Dinge bloßstellen.“ Richterin Penney Azcarate wies Heards Antrag ab und Depp dementierte im Prozess vehement die „Flaschenvergewaltigung“, die seine Ex-Frau ihm wiederholt im Zeugenstand vorwarf: „Ihre Aussage ist entwürdigend, abscheulich und einfach nur völliger Unsinn. Ich habe noch nie in meinem Leben eine Person sexuell oder körperlich missbraucht.“ Die Geschworenen glaubten ihm am Ende mehr. Ein männliches Jurymitglied nannte die Tränen von Heard im Zeugenstand „Krokodilstränen“.


