Spektakuläres tut sich heute wieder mal in der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“. Darf ich „geil“ sagen, fragt der Experte Sven Deutschmanek am Ende der Expertise an Moderator Horst Lichter gerichtet. Darf er. Und sein Chef setzt noch einen drauf: Als „rattenscharf!“ bezeichnet er das gerade besprochene Konvolut alter Bücher.
Alles nur zu verständlich. Denn es sind nicht irgendwelche Bücher, die Verkäuferin Maren aus Bernau da auf dem Expertentisch abgelegt hatte. Die alten Familienerbstücke sind Unikate, wegen derer man später auch im „Bares für Rares“-Händlerraum ausflippen wird.

Zunächst einmal sind Horst und Sven „begeistert“ von den Musterbüchern einer Druckerei, die der Großvater von Maren früher einmal betrieben hat. Sie enthalten eine Sammlung der Druckerzeugnisse, welche die Druckerei anbot – Glückwunschkarten und Lackbilder vor allem, erklärt die Besitzerin bescheiden. Da geht der Experte irgendwann energisch dazwischen: „Du kannst mehr auf die Kacke hauen!“ Denn Opas Druckerei war um 1900 eine richtig große Nummer, sozusagen Marktführer in Sachen Grußkarte und Lackbilder, auch Oblatenbilder genannt. Und das ganze Zeug liegt jetzt einfach so auf dem Tisch. „Der heilige Gral für Sammler“, ist sich der „Bares für Rares“-Experte sicher.
„Bares für Rares“-Händler einfach nur „oberglücklich“
Insofern scheint dann auch der Wunschpreis von 1000 Euro angemessen, oder? Sven Deutschmanek schätzt den Wert auf 600 bis 800 Euro – „kann aber definitiv mehr werden“.

Und wird auch definitiv mehr werden, das zeigt schon die Verzückung der Händler, wobei sich Esther Ollick und Christian Vechtel besonders hervortun. „Bares für Rares“-Händler Friedrich Häusser gibt die Richtung vor: 600 Euro zum Einstieg, Christian steigert auf 700 Euro, als Esther merkwürdigerweise schon raus ist ...
Dabei geht es jetzt erst los, und es wird heftig, als Friedrich Häusser in Richtung Christian Vechtel und Fabian Kahl anmerkt: „Wir spielen jetzt ein bisschen miteinander.“ Ein Bietergefecht, wie schon lange nicht mehr gesehen: spannend, provozierend, lauernd. Wer gibt auf, wer erhöht? Bei völlig irrwitzigen 2800 Euro schlägt Verkäuferin Maren zu, Friedrich macht den Deal! „Ich bin oberglücklich, das ist einmalig und wunderschön“, kann er sein Glück kaum fassen.


