Wurstgulasch! Die meisten Menschen im Osten lernten es früher bei der Schulspeisung kennen. Aber auch in in Kindergärten und Ferienlagern der DDR kam es auf den Tisch. Ja, und natürlich hatte auch Oma das Gericht in ihrem Rezeptbuch.
Wir Kinder haben immer von der Feuerwehrsoße gesprochen. Als Beilage gab es Nudeln, und zwar „Spirelli“. So wurde das DDR-Wurstgulasch zu einer einfachen und günstigen Mahlzeit, die aber alle geliebt haben.
Für das Gulasch wurden zu DDR-Zeiten meist Jagdwurst, Fleischwurst oder Bockwurst verwendet. Aber auch die Bratwurst, die vom letzten Grillfest übrig geblieben war, bekam in dem Gericht oft einen zweiten Auftritt. Und Oma hatte übrigens noch ein kleine Geheimzutat: Die Soße reicherte sie mit einem Würfel Instant-Bratensaft an.
Machen Sie doch mal wieder Wurstgulasch. Es lohnt sich.

Wurstgulasch nach DDR-Rezept – das brauchen Sie
Die Zutaten für vier Portionen: 550 Gramm Jagdwurst, 2 Zwiebeln, 1 Paprika, 120 Gramm Tomatenmark, 30 Gramm Mehl, 3 Esslöffel Margarine, etwa 400 Milliliter Fleischbrühe, 1 Teelöffel Salz, eine ordentliche Prise Pfeffer, 1 Teelöffel Paprikapulver (edelsüß), 1 Prise Zucker
Wurstgulasch nach DDR-Rezept – so wird es gemacht
Und so einfach gehts: Zunächst schneiden Sie die Wurst in kleine Stückchen. Anschließend schälen Sie die Zwiebeln und hacken sie in kleine Würfel. Auch die Paprikaschote halbieren Sie, entfernen die Kerne und waschen sie. Dann schneiden Sie auch die Paprika in mundgerechte Würfelchen.
Jetzt kommt die Margarine in einem Topf, wo sie langsam schmelzen soll. Dann geben Sie Wurststücke, Zwiebel- und Paprikawürfel hinein und lassen alles bei mittlerer Hitze anbraten. Rühren Sie anschließend das Tomatenmark ein und lassen es kurz anrösten. Unter ständigem Rühren stäuben Sie jetzt das Mehl ein.
Anschließend löschen Sie die ganze Mischung mit der Fleischbrühe ab. Die exakte Menge entscheidet dabei über die gewünschte Konsistenz. Rühren Sie dabei gut und ständig um, damit sich keine Klümpchen bilden.




