Hilfe bei Blähbauch

Was tun gegen einen Blähbauch: Ursachen und Tipps

Was tun gegen einen Blähbauch: Erfahren Sie, welche Dinge gegen einen aufgeblähten Bauch helfen und welche Ursachen es gibt.

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Ein Blähbauch kann unterschiedliche Ursachen haben und ist meist unangenehm.
Ein Blähbauch kann unterschiedliche Ursachen haben und ist meist unangenehm.IMAGO/ Wirestock

Ein Blähbauch, auch Meteorismus genannt, ist für Betroffene meist unangenehm. Er kann verschiedene Ursachen haben und lässt sich mit ein paar einfachen Tricks vorbeugen und behandeln. Erfahren Sie in diesem Artikel, was Sie gegen einen Blähbauch tun können.

Was ist ein Blähbauch?

Ein Blähbauch bezeichnet – wie der Name schon verrät – einen sich aufgebläht anfühlenden Bauch. Er entsteht durch eine Gasansammlung im Bauchraum, da bei der Verstoffwechselung Gase freigesetzt werden, die zu „Luft“ im Bauch führen können. 

Das passiert, wenn der Dickdarm zu sehr arbeiten muss und die Luft nicht mehr entweichen kann. Dann entsteht ein aufgeblähter Bauch, der auch mit Bauchschmerzen einhergehen und für ein unangenehmes Gefühl sorgen kann.

Symptome bei einem Blähbauch

Das auffälligste Merkmal bei einem Meteorismus ist der weit gewölbte Bauch. Daneben können auch ein Druck- bzw. Völlegefühl, häufiges Aufstoßen, Bauchschmerzen, Darmgeräusche, Blähungen oder Verdauungsstörungen wie Durchfall oder Verstopfung Anzeichen für einen Blähbauch sein. Sogar Übelkeit oder Unterleibs- sowie Rückenschmerzen können Hinweise für einen Meteorismus sein.

Meteorismus: Ursachen für einen Blähbauch

Ein aufgeblähter Bauch kann verschiedene Ursachen haben. Die erste Ursache ist das Schlucken von zu viel Luft. Dies ist beim Essen grundsätzlich normal, wenn Sie allerdings zu schnell essen oder dabei viel sprechen, gelangt besonders viel Luft in den Körper. Das kann zu einem Blähbauch führen.

Daneben kann es sein, dass die Darmbakterien zu viel Gas produzieren. Das passiert, wenn Sie sehr kohlenhydrat- oder proteinreich essen, da die Bakterien dann mehr leisten müssen. Dabei entstehen wiederum viele Gase, die den Bauch aufblähen.

Ein Blähbauch kann auch entstehen, wenn Sie Antibiotika nehmen, schwanger sind, Ihre Ernährung umstellen, zu viel Stress haben, vom Reizdarmsyndrom betroffen sind oder bestimmte Lebensmittel nicht vertragen.

Was tun gegen einen Blähbauch und Blähungen?

Zuerst ist es ratsam, auf blähende Lebensmittel wie Kohl oder Bohnen zu verzichten. Wer einen empfindlichen Darm hat, sollte zudem aufpassen, nicht zu viele Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Ballaststoffe sind in erster Linie gesund und wichtig für den Körper und beispielsweise wichtig, wenn Sie ihr Cholesterin senken wollen. Sie bereiten der Verdauung aber auch viel Arbeit. Wenn Sie auf diese reagieren, können Sie probieren, Obst und Gemüse zu dünsten oder zu pürieren. Die meisten Menschen vertragen Ballaststoffe so besser.

Was tun gegen einen Blähbauch: Essgewohnheiten anpassen

Wer häufig einen Blähbauch hat, kann nicht nur anpassen, was er isst, sondern auch wie gegessen wird: Statt drei große und schwere Mahlzeiten am Tag zu essen, kann es helfen, fünfmal am Tag und dafür pro Mahlzeit weniger zu essen.

Außerdem sollten Sie sich beim Essen Zeit lassen und darauf achten, genügend zu kauen. Wie oft gekaut werden sollte, ist strittig. Die Empfehlungen reichen von 20- bis 50-mal. Versuchen Sie also, sich in diesem Bereich aufzuhalten. So können Sie auch dafür sorgen, nicht zu schnell zu essen.

Was tun gegen einen Blähbauch: Genug trinken

Der Körper benötigt viel Flüssigkeit, um all seinen Funktionen nachzukommen. Viel trinken hilft auch beim Zersetzen der Nahrung und kann Blähungen daher vorbeugen. Trinken Sie mindestens zwei Liter pro Tag, am besten Wasser oder ungesüßten Tee.

Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte auf Kohlensäure und Koffein verzichten. Auch schwarzer Tee kann den Bauch belasten, sodass dieser lieber durch andere Teesorten ersetzt werden sollte.

Am besten ist es, vor und nach den Mahlzeiten zu trinken. Wer währenddessen trinkt, nimmt zusätzliche Luft auf, die wiederum zu einem Blähbauch führen kann.

Was tun gegen einen Blähbauch: Ausreichend Bewegung kann helfen

Wer sich nicht ausreichend bewegt, wird träge – das gilt auch für die eigene Verdauung. Blähungen und Verstopfung können die Folge sein, wenn Sie nicht aktiv sind. Außerdem bleiben Schadstoffe länger im Körper, wenn die Verdauung zu langsam ist.

Bei körperlicher Aktivität kommen Stoffwechsel und Durchblutung in Schwung, was dazu führt, dass der Körper Nahrung besser verdauen kann.

Besonders Ausdauersport soll gut für den Verdauungstrakt sein, beispielsweise Joggen oder Schwimmen, da der Darm von der effizienteren Sauerstoffverwertung profitiert, die aus dem Sport resultiert.

Aber Vorsicht: Wer zu viel trainiert und übertreibt, entzieht der Verdauung nötige Energie, da diese in die Muskeln investiert wird. Das sorgt wiederum dafür, dass das Gegenteil des gewünschten Effekts eintritt. Auch die richtige Atmung ist wichtig, um nicht zu viel Luft einzuatmen, da so Blähungen entstehen können.

Was tun gegen einen Blähbauch: Bauchmassage und Wärmflasche

Wer unter einem Blähbauch leidet, kann mit einer Bauchmassage dagegen ansteuern. Greifen Sie einfach zu einem pflegenden Öl und massieren Sie es in langsamen sowie kreisenden Bewegungen ein. Achten Sie darauf, sanft vorzugehen und nicht zu viel Druck auszuüben.

Auch eine Wärmflasche kann helfen, da die Wärme den Bauch entspannt.

Was tun gegen einen Blähbauch: Diese Hausmittel können hilfreich sein

Ein Blähbauch lässt sich durch verschiedene Hausmittel bekämpfen. Dazu gehören:

Kräutertee: Verschiedene Kräutertees, beispielsweise Pfefferminz-, Kamillen- oder Melissentee.

Heilerde: Heilerde ist ein Hausmittel, das schon lange gegen Verdauungsbeschwerden eingesetzt wird. Daher kann sie auch bei einem Blähbauch helfen. Heilerde kann in Apotheken oder Drogerien erworben werden.

Fenchelsamen: Fenchelsamen beruhigen die Verdauung. Es kann helfen, einen halben Teelöffel nach dem Essen zu kauen.

Was tun gegen einen Blähbauch: Stress reduzieren

Stress schlägt nicht nur auf die Psyche, sondern kann auch die Verdauung beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich in Ihrem Alltag genügend Zeit zur Entspannung nehmen und einfach für einen Moment abschalten.

Sie können beispielsweise spazieren gehen, meditieren, sich mit Freunden treffen oder kreativ werden. Tun Sie Dinge, die Ihnen Spaß machen und bei denen Sie Ihren Alltag vergessen können.

Fazit: Gegen einen Blähbauch können verschiedene Dinge helfen

Wenn Sie einen Blähbauch haben, hat das meist damit zu tun, wie oder was Sie essen. Achten Sie also darauf, langsam zu essen und genügend zu kauen. Bewegen Sie sich ausreichend und reduzieren Sie Stress im Alltag.

Wenn Sie oft mit einem Blähbauch konfrontiert sind und dieser Sie einschränkt, kann es ratsam sein, einen Arzt aufzusuchen. Möglicherweise besteht eine Lebensmittelunverträglichkeit, die Ihnen noch nicht bewusst ist. Auch wenn untypische Symptome wie Blut im Stuhl oder Fieber vorkommen, sollten Sie dies medizinisch abklären lassen. ■