Es ist ein Bild, das auf den ersten Blick lustig zu sein scheint – doch es zeigt eine Angst vieler Katzenbesitzer: Auf der Facebook-Seite der „Berufstierrettung Rhein Neckar“ wurde am Freitag ein Foto einer Katze gepostet, die in einem angeklappten Kippfenster stecken geblieben war. „Heute Nachmittag befreiten wir in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt eine im Kippfenster festklemmende Katze“, schreiben die Tier-Retter. „Nach ihrer Befreiung wurde sie auf dem schnellsten Weg in eine Tierklinik gefahren. Ihr aktueller Zustand ist uns zur Zeit nicht bekannt.“
Gerade wenn es draußen etwas wärmer ist, kippen viele gern ihre Fenster an, um für etwas Luft zu sorgen – doch für die Stubentiger drohen dadurch riesige Gefahren. Auch andere Tierschutz-Organisationen machten darauf in der Vergangenheit aufmerksam. „Leider fahren wir immer wieder zu Einsätzen, bei denen sich Katzen durch Kippfenster verletzt haben. So ein gekipptes Fenster kann für Katzen schnell zur Falle werden“, heißt es etwa bei der Tierrettung München.
Weil Katzen neugierig sind, versuchen sie, sich hindurchzuzwängen – und bleiben leider sehr oft hängen. „Durch die heftigen, aber meist zwecklosen Befreiungsversuche rutschen sie immer tiefer in den Spalt und es kommt oft zu schweren Verletzungen, vorrangig im Beckenbereich. Oft werden Gefäße abgeklemmt oder beschädigt, was zu einem akuten Nierenversagen führen kann.“ Inzwischen gebe es Schutzvorrichtungen für Kippfenster. „Grundsätzlich empfehlen wir euch jedoch, die Fenster richtig zu schließen, wenn ihr eure Katze allein zu Hause lasst.“
Die Berliner Tierklinik erklärt im Netz, welche Folgen drohen. Es könne unter anderem zu Lähmungserscheinungen an den Hinterbeinen kommen, außerdem zu Verletzungen an den inneren Organen und der Wirbelsäule und zu Herzrhythmusstörungen. „Die Schwere der Schädigung hängt wie immer von den Umständen ab, in diesem Fall insbesondere auch davon, wie lange Ihre Katze eingeklemmt war“, heißt es dort.
