Es gibt eine günstige Lösung, die Balkonpflanzen gut über die Urlaubszeit zu bringen. „Pelargonium for Europe“, eine Initiative mehrerer Geranienzüchter, rät zum Vergraben von PET-Plastikflaschen in den Töpfen.
Je nach Größe der Pflanzen sind diese so über mehrere Tage bis zu einer Woche gut mit Wasser versorgt.
Und so geht es:
Es werden zunächst ein paar Löcher in den unteren Teil der leeren Flaschen gestochen. Diese Seite kommt in die Topferde. Die Flasche wird mit Wasser voll gefüllt. Die Blumenerde saugt sich darüber kontinuierlich etwas Nachschub aus der Flasche, sobald es trockener wird. Der dabei entstehende Unterdruck vermeidet jedoch, dass das Wasser auf einmal herausfließt. Die Öffnung der Flasche bleibt an der Oberfläche, damit man immer wieder Wasser nachfüllen kann.
Alternativ kann man auch den Verschluss der Flasche durchlöchert und diese kopfüber in die Erde stecken. Zum Auffüllen des Wassers muss man hier die PET-Flasche aber immer wieder herausholen.
Wasser auffüllen und gleich nachgießen
Ein Tipp nach dem Ausprobieren der Bewässerungsmethode: Es kann sein, dass ein Großteil des Wassers direkt beim Einfüllen ausläuft. Dann war die Blumenerde schon zu trocken und zieht sich eine große Menge Nachschub. Daher gießt man am besten kurz vor der Abreise in den Urlaub die Blumenerde ausgiebig und füllt anschließend die PET-Flasche auf.
Achten Sie darauf, dass die über Kopf in der Erde steckenden Flaschen stabil stehen. Sonst können sie leicht um- oder herunterfallen – bei Blumentöpfen auf der Balkonbrüstung könnte das gefährlich für Passanten werden.
Lieber Mehrweg- als Einweg-Flaschen benutzen
Umfallen können die Flaschen übrigens auch leicht, wenn sie zu dünne Wände haben und das im Inneren entstehende Vakuum sie einknicken lässt. Tipp: Stabilere Mehrweg- statt Einwegflaschen nutzen.
Alternativ wird gerne geraten, die Balkonpflanzen über die Urlaubszeit ins Haus zu holen. Dort ist es kühler und natürlich nicht sonnig, was den Wasserverlust begrenzt. Davon raten aber die Experten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen allerdings ab – besonders bei Sommerblumen mitten in der Vegetationsperiode.



