Die Planungen für die Weihnachtsessen haben bereits begonnen. Die ersten den Braten bereits gekauft. An Weihnachten und Silvester ist das Haus meistens voll. Die Familie kommt, die Freunde sind da - alle sitzen an einem Tisch. Das Abendessen wird zum Festmahl. Und das beginnt bei der Tischdeko. An den Feiertagen sind dabei der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Aber welche Serviette passt zu welcher Deko? Der KURIER erklärt, wie die Profis falten...
Soll es mal schnell gehen und trotzdem schick werden, kann der Gastgeber immer noch auf die klassischen Serviettenringe zurückgreifen. Für den Tisch gilt: Die Serviette steht auf dem Platz. Ist sie nur flach gefaltet, gehört sie links neben oder mittig quer auf den Teller.
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Knigge-Tipps für die Servietten
Und wie ist die Serviette während des Essens einzusetzen? Der Gastgeber gebe das Startsignal, erklärt Etikette-Expertin Vogelsang. Erst wenn er die Serviette vom Tisch nimmt, dürfen die Gäste folgen. „Letztendlich wird so die Mühe des Gastgebers gewürdigt.“ Und dieser wartet später, bis alle Gäste fertig sind, erst dann darf er seine Serviette vom Schoß nehmen und gefaltet links neben den Teller legen.
Die Serviette sollte möglichst selten vorher angefasst werden. Der Grund sind Bakterien. Besonders im Winter ist die Ansteckungsgefahr groß.
Für die Festtafel gibt es drei bekannte Falttechniken. Für alle gilt: Die Nahtkanten der Serviette müssen zu Beginn des Faltens nach oben liegen - so sind sie später verdeckt.
Variante 1 - Der Zylinder:
Das ist ein Klassiker unter den Falttechniken. Mit seinen umgeklappten Ecken passt der Zylinder zu einer locker eingedeckten Festtafel.

Schritt 1: Zu Beginn die Serviette als Quadrat auf den Tisch legen. Dieses halbieren, so dass ein Rechteck entsteht.

Schritt 2: Das Rechteck noch einmal nach links halbieren und anschließend das Quadrat zur Raute umdrehen. Wichtig: Die geschlossene Kante muss nach unten liegen.

Schritt 3: Anschließend die obere Ecke nach unten falten und das Dreieck glatt streichen.

Schritt 4: Die beiden Ecken an der langen Seite hinten zusammenstecken.

Schritt 5: Zum Schluss die einzelnen Servietten-Ecken nach unten ziehen - nur die letzte stehen lassen. Häbels Tipp: Die Menükarte hinten in die Serviette stecken.

Variante 2 - Die Kerze:
Diese Falttechnik bringt mehr Höhe in die Tischdeko. Sie eignet sich also besonders für flach dekorierte Festtafel.

Schritt 1: Bevor es mit dem Falten los geht, muss die Stoffserviette mit einer Spitze nach unten auf dem Tisch liegen - also in einer Rautenform. Nun die untere Spitze auf die obere Spitze legen, so dass ein Dreieck entsteht.

Schritt 2: Danach einen drei fingerbreiten Rand auf der langen Dreiecksseite einklappen.

Schritt 3: Das Dreieck umdrehen und die eingeklappte Seite hochkant legen.

Schritt 4: Nun das Dreieck von unten nach oben gleichmäßig einrollen.

Schritt 5: Zum Schluss kommt der etwas kniffeligere Part: Das Endstück als Dreieck nach hinten einschlagen und in die Rolle stecken. So hat die Serviette Halt und kann auf dem Teller stehen.

Variante 3 - Der Fächer:
Für diese Falttechnik müssen die Stoffservietten besonders gestärkt werden. Sonst fällt das Kunstwerk am Ende zusammen. Der Fächer eignet sich besonders gut für elegant eingedeckte Tische.

Schritt 1: Zu Beginn die Serviette als Raute auf den Tisch legen und die untere Ecke auf die obere falten.

Schritt 2: Das Dreieck als Ziehharmonika einfalten - von der langen Seite beginnend hoch zur Spitze. Die einzelnen Lagen sollten ungefähr drei Finger breit sein. Wichtig bei diesem Schritt ist: Die einzelnen Ziehharmonikalagen immer wieder glatt streichen.

Schritt 3: Wenn alle Schichten übereinanderliegen, den Serviettenstreifen in der Mitte falten, so dass die offenen Seiten außen sind. Durch die Stärke kann der Fächer aufrecht auf dem Teller stehen. Häbels Kniff, wenn die Serviette doch etwas wackelig erscheint: „Dann kann man mit den Gläsern nachhelfen und die Fächerspitze damit stützen.“

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