Vorsicht, Überfischung!

Diese Fische sollten Sie nicht mehr essen!

Fisch ist nach wie vor sehr beliebt. Aber Fisch essen mit gutem Gewissen? Die Überfischung nimmt zu - auch in der Ostsee, warnt der WWF.

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Überfischung: Verschiedene Fische in der Auslage eines Hamburger Fischgeschäfts.
Überfischung: Verschiedene Fische in der Auslage eines Hamburger Fischgeschäfts.Jonas Walzberg/dpa

Vorsicht bei Hering, Dorsch und Sprotte! Mit Blick auf die Überfischung in der Ostsee lautet die Einschätzung des WWF: „Hering und Dorsch sind in einem dramatisch schlechten Zustand. Wir können den Verzehr dieser regional typischen Fische nicht mehr bedenkenlos empfehlen“, so Philipp Kanstinger, Fischereiexperte beim WWF Deutschland.

Auch Sprotten aus der Ostsee sind nach der Einschätzung des WWF nur „zweite Wahl“. Der Grund: Sprottenfischerei trage maßgeblich zur Überfischung bei. Die Fische landen dabei vorwiegend in der Tierfutterproduktion - besonders für die Lachszucht.

Doch nicht nur die Überfischung ist in der Ostsee ein Problem. Auch die schlechten Umweltbedingungen treffen die Fische. Zum Beispiel Düngemittel, die über Flüsse ins Meer gelangen, und die Auswirkungen der Klimaerwärmung.

Es gibt keinen Kabeljau mehr, den der WWF uneingeschränkt empfehlen kann

Und was gilt abseits der Ostsee? Es gibt keinen Kabeljau mehr, den der WWF uneingeschränkt empfehlen kann. Der in der Nordostarktis gefangene Kabeljau, der hauptsächlich auf dem deutschen Markt erhältlich ist und mit Grundschleppnetzen gefangen wird, wurde in die rote Kategorie eingestuft. Der Grund: zu viel Beifang.

Der WWF betont auch, dass vom Aussterben bedrohte Arten wie Aal, Granatbarsch, Rochen und Haie, die oft als „Schillerlocke“ verkauft werden, nicht auf den Teller gehören.

Was sind die nachhaltigen Alternativen bei Fisch?

Welchen Fisch kann man bedenkenlos genießen? Hier empfiehlt der WWF Karpfen und Forelle aus Bio-Zucht. Auch Austern aus Hänge- und Pfahlkulturen sowie Bodenkulturen sind eine gute Wahl.

Bei Wildfisch hängt die Empfehlung von der Fangmethode und dem Herkunftsort ab. Seelachs aus der Nordostarktis, der mit Ringwaden gefangen wird, gilt zum Beispiel als nachhaltige Option. Wenn Sie Lachs genießen möchten, sollten Sie sich für Wildlachs aus Alaska entscheiden.

Tipp: Sie können auf die Fangmethode achten, denn diese muss auf der Verpackung angegeben werden. Fischfang mit Hand- und Angelleinen ist hier laut WWF grundsätzlich nachhaltiger als solcher mit Grundschleppnetzen.