Nach der letzten Razzia im vergangenen Jahr haben Ermittler erneut Geschäftsräume des Autozulieferers Continental im Zusammenhang mit dem VW-Abgasskandal durchsucht. Vor gut zwei Wochen seien Staatsanwaltschaft und Polizei erneut in der Conti-Zentrale in Hannover vorstellig geworden, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag. Man kooperiere mit den Behörden, Einzelheiten zu den am 12. Januar fortgesetzten Untersuchungen nannte das Dax-Unternehmen nicht. Zuvor hatte die Wirtschaftswoche darüber berichtet.
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Die Zahl der Verdächtigen ist demnach mit 41 inzwischen deutlich höher. Bisher hatten sich die Vorwürfe gegen sieben Ingenieure und zwei Projektleiter gerichtet. „Der Kreis wurde erweitert, aber es ist weiterhin dasselbe Verfahren“, hieß es von Continental. Im Juli und September hatte es ebenfalls Durchsuchungen gegeben - unter anderem auch in Regensburg, wo große Teile der inzwischen ausgelagerten Antriebssparte Vitesco angesiedelt sind. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt wegen des Verdachts der Beihilfe zum Betrug und der mittelbaren Falschbeurkundung in den Jahren 2006 bis 2015.
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