Vertreter der deutschen Universitätskliniken haben eindringlich vor einem weiteren Anstieg der Corona-Infektionszahlen gewarnt und Maßnahmen für eine deutliche Absenkung gefordert. Die Mitarbeiter auf den Intensivstationen seien an der Belastungsgrenze angekommen.
Insbesondere in den Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt und Köln bleibe die Lage angespannt. In vielen Universitätskliniken, die sich um die besonders heftigen Fälle kümmern, seien erhebliche Teile der Intensivkapazitäten nötig, um schwer an Covid-19 Erkrankte zu versorgen. Nicht dringliche Operationen müssten verschoben werden.
Die Behandlung schwerstkranker Patientinnen und Patienten erfolge mit besonders aufwendigen Verfahren der „extrakorporalen Membranoxygenierung“ (ECMO), bei der das Blut des Patienten außerhalb des Körpers mit Sauerstoff versorgt wird, weil die Lunge versagt.
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Prof. Dr. Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité: „In den vergangenen zwei Wochen ist die Zahl der Behandlung schwerstkranker Patientinnen und Patienten mit besonders aufwendigen Verfahren wie der ECMO erheblich angestiegen und hat mit 26 gleichzeitigen Behandlungen ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Das dafür geschulte Pflegepersonal kann einer solchen Belastung nicht dauerhaft standhalten. “ -
