Nun also doch: Deutschland liefert schwere, gepanzerte Waffen aus Beständen der Industrie an die Ukraine. Eine entsprechende Genehmigung hat Bundesverteidigungsminister Christine Lamprecht am Dienstag bestätigt. Der Rüstungshersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) hat nun grünes Licht, technisch aufgearbeitete „Gepard“-Flugabwehrpanzer aus früheren Beständen der Bundeswehr verkaufen zu können. Eine entsprechende Entscheidung wurde nach diesen Informationen im Grundsatz getroffen.
50 Gepard-Flugabwehrpanzer für die Ukraine: Bundeswehr hatte sie außer Dienst gestellt
Krauss-Maffei Wegmann (KMW) verfügt über eine mittlere zweistellige Zahl, um die 50, dieser Panzer aus der aufgelösten Heeresflugabwehr der Bundeswehr. Die Bundeswehr hat den Truppendienst des Gepards bereits 2012 eingestellt. Der „Gepard“ kann auch im Kampf gegen Bodenziele eingesetzt werden. Die Bekämpfung von fliegenden Zielen im Verbund mit anderen Kräften gilt dagegen als technisch deutlich anspruchsvoller.
Kritiker der Gepard-Lieferung weisen darüber hinaus immer wieder darauf hin, dass ein komplexes Flugabwehrsystem wie der Gepard eine erhebliche Einarbeitungszeit für die ukrainischen Streitkräfte erfordern und es neben erfahrenen Mannschaften auch an einer Logistik zum Unterhalt des Panzers fehlen würde.
Gepard mit ausgefeilter Radar- und Lasertechnik sowie neuer Munition nachgerüstet
Der Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. und ehemalige Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg (CDU) weist dies zurück. „Hätten wir beim Gepard nicht bereits Wochen vergeudet, hätte die Ukraine nun ein leistungsfähiges System zur Luftverteidigung. Die Ukrainer lernen gerade im Schnelldurchlauf die Technik zu bedienen, es ist besser ein Waffensystem teilweise zu beherrschen als sich gar nicht verteidigen zu können“, sagt Sensburg.



