Es wird fast so etwas wie traurige Normalität. Immer wieder werden Politikerinnen und Politiker aus den Reihen der Querdenken-Szene und von anderen Corona-Leugnern bedroht. So demonstrierten Impfgegner vor Weihnachten vor dem Privathaus von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach oder zogen mit Fackeln vor das Haus von Sachsens Sozialministerin Petra Köpping, um nur zwei der schärferen Beispiele zu nennen. Nun macht ein drastischer Droh-Post gegen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Schlagzeilen. Das LKA ermittelt.
Drohungen gegen Schwesig in Querdenker-Gruppe
In einer Rostocker Telegram-Gruppe, die per Name und Logo der Querdenken-Bewegung zuzuordnen ist, schrieb ein User mit dem Namen Marino zu einem Bild von Manuela Schwesig: „Sie wird abgeholt, entweder mit dem Streifenwagen in Jacke oder mit dem Leichenwagen, egal wie sie wird abgeholt.“
Öffentlich gemacht hatte diese Todesdrohung der Rostocker Linke-Politiker Steffen Bockhahn, der einen Screenshot der Hass-Nachricht auf Twitter postete und seine Solidarität auf bekundete, zahlreiche User schlossen sich Bockhahn an.
Heute laufen sie wieder durch #Rostock. Dürfen sie. #Demokratie. Gut so.
— Steffen Bockhahn (@DerRostocker) January 3, 2022
Die Veranstalter sind auch in diesen #Telegram Gruppen. Auf dem Bild ist @ManuelaSchwesig zu sehen. Der Text spricht für sich. Wer da mitläuft, toleriert das. Volle #Solidarität mit @ManuelaSchwesig #hro0301 pic.twitter.com/c2p80wzs4P
Schwesig bedankte sich für die Solidarität
Schwesig bedankte sich ebenfalls in einem Tweet. „Ich bedanke mich für die Solidarität und für den Schutz durch unsere Sicherheitsbehörden. Gewalt ist kein Mittel.“ Tatsächlich sind die Sicherheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern auch schon tätig geworden. Das Landeskriminalamt (LKA) hat Ermittlungen wegen eines „Bedrohungssachverhalts“ aufgenommen.
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