Cottbus gilt als AfD-Hochburg und gleichzeitig als Hotspot der rechtsextremistischen Szene. Der Unmut in der Bevölkerung im Braunkohlerevier über die Energiepolitik der Berliner Ampelregierung ist hoch. Hier erhoffte sich die AfD mit ihrem Kandidaten Lars Schieske, was ihr bislang noch in keiner anderen deutschen Großstadt gelang: das Rathaus zu regieren.
Doch daraus wird wieder nichts. Denn je mehr Stimmen bei der Stichwahl ausgezählt wurden, desto stärker verfestigte sich der Vorsprung des SPD-Kandidaten Tobias Schick, der von allen demokratischen Parteien unterstützt wurde. Am Ende kam der 41-Jährige nach Angaben des Wahlleiters auf 68,6 Prozent der Stimmen. Lars Schieske wurde mit 31,4 Prozent von knapp jeder dritten Cottbusserin und jedem dritten Cottbusser gewählt. Der Gewinner musste die absolute Mehrheit und mindestens 15 Prozent der Stimmen holen, das sind 11.837 Stimmen. Insgesamt holte Schick 29.434 Stimmen, sein Kontrahent 13.477 Stimmen.
Berliner SPD gratuliert Tobias Schick noch vor Beendigung der Stimmauszählung zum Wahlsieg
Die Berliner Sozialdemokraten gratulierten dem Cottbuser SPD-Kandidaten noch vor Beendigung der Auszählung am Abend auf Twitter.
Heute hat Tobias Schick bei der Cottbusser Oberbürgermeisterwahl die Stichwahl klar gewonnen. Cottbus hat damit einen demokratischen Bürgermeister, der für Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Weltoffenheit, Fortschritt und gemeinsame Entwicklung eintritt. pic.twitter.com/xjifI3LRc8
— SPD Berlin (@spdberlin) October 9, 2022
Herausforderer Schieske gratulierte Schick ebenfalls, bevor alle Stimmen ausgezählt waren.
UPDATE #Stichwahl in #Cottbus: #AfD-Kandidat Lars Schieske hat #SPD-Kandidat Tobias Schick zum Wahlsieg gratuliert, noch bevor alle Stimmen ausgezählt waren. #Lausitz #Brandenburg pic.twitter.com/SUTkSFNJOZ
— rbb|24 Studio Cottbus (@rbb24cottbus) October 9, 2022



