Minsk - Trotz Gewaltandrohung durch den Diktator Alexander Lukaschenko sind in der belarussischen Hauptstadt Minsk am Sonntag erneut mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen. Sie demonstrieren gegen den Präsidenten, weil er sich Anfang August mit einer mutmaßlich gefälschten Wahl an der Macht gehalten hatte. Es soll viele Festnahmen gegeben haben.

Über die Zahl der Teilnehmer kann nur spekuliert werden, weil eine Reihe ausländischer Journalisten ein Arbeitsverbot erhalten hatten, ein ARD-Team war eine Nacht lang in einer Polizeiwache festgehalten worden. Video-Schnipsel in sozialen Medien scheinen zu belegen, dass mindestens zehntausende Demonstranten unterwegs waren, wenn nicht Hunderttausende wie an vergangenen Sonntagen.

Vor der Demo, deren Ziel, der Unabhängigkeitsplatz, abgesperrt war, hatten Oppositionelle verlauten lassen: Lukaschenko soll an seinem 66. Geburtstag sehen, dass das Volk gegen ihn und seine Zeit nach 26 Jahren an der Macht abgelaufen sei.

