Anne Will hört Ende des Jahres auf, Caren Miosga soll die Talk-Sendung übernehmen. Jetzt ist auch bekannt, wer die Nachfolgerin von Miosga bei den „Tagesthemen“ wird.
„Tagesthemen“-Moderatorin Caren Miosga (54) übernimmt von Anne Will (57) den Sonntags-Talk nach dem „Tatort“. Und das Format „Maischberger“, das dienstags und mittwochs läuft, soll mehr Sendetermine unter der Woche bekommen, wie die ARD am Freitag mitteilte. So könnte es die Sendung mit Moderatorin Sandra Maischberger (56) im nächsten Jahr immer wieder mal auch montags geben.
Bereits im Mai war bekanntgeworden, dass Miosga als Anne-Will-Nachfolgerin im Gespräch ist. „Bild“ hatte zuerst berichtet. Will wird Ende des Jahres mit der Sendung aufhören, plant für 2024 einen Neustart mit anderen Projekten. Miosga gibt für die neue Position ihren „Tagesthemen“-Job ab. Diesen hatte Miosga 2007 übernommen, damals übrigens ebenfalls von Anne Will. Miosgas Nachfolgerin in der Nachrichtensendung wird die in Güstrow geborene Jessy Wellmer (43), die bisher Live-Fußball-Sendungen und die „Sportschau“ moderierte. In das Moderatoren-Trio der Sportschau-Samstagsausgabe soll im Herbst Lea Wagner (28) aufrücken, neben Esther Sedlaczek (37) und Alexander Bommes (47).

Heftige Diskussionen um ARD-Talk-Sendung „Hart aber Fair“
Die Talkshow „Hart aber fair“ (Montagabend) mit Moderator Louis Klamroth (33), der von Frank Plasberg (66) übernahm, soll sich demnach zu einem Format entwickeln, das auch jüngeres Publikum in der ARD-Mediathek gewinnt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk kämpft damit, dass das Fernsehpublikum immer älter wird. Im klassischen TV-Programm werde es „Hart aber fair“ weiter geben, heißt es. Zuletzt hatte es Diskussionen um die Qualität der Sendung gegeben und über die Beziehung des Moderators zu der Klimaaktivistin Luisa Neubauer (27).
ARD-Programmdirektorin Christine Strobl: „Eine Neujustierung der politischen Gesprächssendungen ist erforderlich. Sie ist Teil der umfassenden Programmreform, die den digitalen Umbau mit der Stärkung der ARD-Mediathek und der gleichzeitigen Profilierung des Ersten zum Ziel hat.“ Man müsse auch für jüngere Menschen im Digitalen einen Ort des politischen Diskurses anbieten. „Damit dies gelingt, müssen wir die unterschiedlichen Konzepte der Talks schärfen, auf Meinungsvielfalt achten, eine Themensetzung für alle Bevölkerungsgruppen anbieten, Gesprächsformen und Gästeauswahl voneinander abgrenzen.“


