Russlands Präsident Wladimir Putin bestätigt indirekt den Tod von Söldner-Chef Jewgeni Prigoschin. Er kondoliert der Familie des bei einem Flugzeug-Absturz getöteten Wagner-Chefs. Man werde sehen, was die Ermittler herausfänden, erklärte Putin.
Er nannte Prigoschin einen „talentierten Menschen“ mit einem schwierigen Schicksal, wie russische Agenturen am Donnerstag meldeten. Putin formulierte dabei betont vorsichtig, dass ersten Erkenntnissen zufolge am Vorabend ein Flugzeug mit Angehörigen der Privatarmee Wagner abgestürzt sei. Wagner habe einen wichtigen Beitrag in den Kämpfen in der Ukraine geleistet, der nicht vergessen werde.
Putin kündigte eine umfassende Aufklärung des Flugzeugabsturzes an. Diese habe bereits begonnen, werde aber eine Zeit lang dauern, sagte er bei einem Treffen mit dem russischen Verwaltungschef von Donezk, Denis Puschilin.
Prigoschins Name steht auf der Passagierliste des abgestürzten Flugzeugs
Bereits am Mittwochabend hatte ein der Wagner-Gruppe nahestehender Telegram-Kanal („Grey Zone“) Prigoschin für tot erklärt. Nach russischen Behördenangaben stand sein Name auf der Passagierliste des abgestürzten Privatflugzeugs.
Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, erklärte zuvor, sein Land habe nichts mit dem Tod der Führung der russischen Söldnertruppe Wagner um Jewgeni Prigoschin zu tun. „Alle begreifen, wer daran beteiligt ist“, sagte er vor Journalisten am Donnerstag.

Auch Wagner-Kommandant Dmitri Utkin saß in der abgestürzten Maschine
Am Mittwoch war im russischen Gebiet Twer ein Privatjet von Prigoschins Unternehmen abgestürzt. An Bord soll sich neben Prigoschin auch der eigentliche Wagner-Kommandeur Dmitri Utkin befunden haben.
Prigoschin und seine Söldnertruppe hatten genau vor zwei Monaten, am 24. Juni, gegen die russische Führung gemeutert und einen Marsch auf Moskau gestartet, der nach zwei Tagen abgebrochen wurde.



