Kurz nachdem Russland am 24. Februar in die Ukraine einmarschiert war, hatte der russische Ölkonzern Lukoil zum Ende des Krieges aufgerufen. Anfang März hatte dann der Lukoil-Vorstand an Kremlchef Wladimir Putin appelliert, den Konflikt in der Ukraine so schnell wie möglich zu beenden, und drückte den Opfern „dieser Tragödie“ sein Mitgefühl aus.
Hat dieser Affront gegenüber dem russischen Präsidenten nun ein tödliches Nachspiel?
Wie die Nachrichtenagentur Interfax meldet, ist jetzt der Lukoil-Vorstandschef Rawil Maganow beim Sturz aus dem Fenster eines Moskauer Krankenhauses ums Leben gekommen. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, als wahrscheinlichste Ursache gilt laut Medienberichten ein Suizid.
Bei Maganow sei im Krankenhaus neben Herzproblemen eine Depression diagnostiziert worden, heißt es. Rawil Maganow übernahm vor zwei Jahren den Vorstandsvorsitz von Lukoil. Er begann 1993 für die private Ölgesellschaft zu arbeiten. Im November 2019 war ihm von Putin der staatliche Alexander-Newski-Orden verliehen worden.

Zweiter Lukoil-Manager starb im Mai unter mysteriösen Umständen
Der rätselhafte Todessturz von Maganow ist allerdings nicht der erste Todesfall unter Russlands Top-Managern seit Ausbruch des Kriegs: So kam im Mai laut Medienberichten bereits ein ehemaliger leitender Manager von Lukoil, Alexander Subbotin, ebenfalls unter ungewöhnlichen Umständen ums Leben. Angeblich starb Subbotin bei einer okkulten Behandlung gegen Alkoholsucht.




