Mächtiger Medienmogul

Rupert Murdoch: Rücktritt mit 92 Jahren!

Ihm gehören Fox News, The Sun, das Wall Street Journal und viele andere Medien. Jetzt übergibt Rupert Murdoch mit 92 das Geschäft an seinen Sohn.

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Generationenwechsel: der Medienunternehmer Rupert Murdoch (l.) und sein Sohn Lachlan, aufgenommen in Sun Valley (Idaho, USA)
Generationenwechsel: der Medienunternehmer Rupert Murdoch (l.) und sein Sohn Lachlan, aufgenommen in Sun Valley (Idaho, USA)Andrew Gombert/EPA/dpa

Der mächtige Medienunternehmer Rupert Murdoch tritt als Chef der amerikanischen Fox-Gruppe und des Verlags News Corp. zurück. Der 92-Jährige werde die Leitung an seinen Sohn Lachlan (52) übergeben, kündigte er laut dem TV-Sender Fox News am Donnerstag an.

„Ich schreibe Ihnen, um Ihnen allen mitzuteilen, dass ich mich entschieden habe, in die Rolle des emeritierten Vorstandsvorsitzenden bei Fox and News zu wechseln“, schrieb Murdoch seinem eigenen Sender zufolge an die Mitarbeitenden. Über seinen Abgang, mit dem mögliche Veränderungen in der Unternehmensführung verbunden werden, war schon seit Jahren spekuliert worden.

„Während meines gesamten Berufslebens habe ich mich täglich mit Neuigkeiten und Ideen beschäftigt, und daran wird sich auch nichts ändern. Aber jetzt ist der richtige Zeitpunkt für mich, andere Rollen zu übernehmen“, schrieb Murdoch weiter. Sein Sohn Lachlan werde beide Firmen weiterführen.

Fox News wird als Wegbereiter von Donald Trump gesehen

Der 1931 geborene Murdoch fing mit dem Aufbau seines globalen Medien-Imperiums bereits im Alter von 22 Jahren an, mit einer Zeitung in seinem Heimatland Australien. Mit Boulevardblättern wie The Sun setzte er kompromisslos auf Sensationsjournalismus, mit Sendern wie Fox News später auf politische Meinungsmache, die auch als Wegbereiter von Donald Trump gesehen wird.

Bereits in den 1970er-Jahren hatte Murdoch sein Medienimperium auf die USA erweitert. Zum Portfolio gehören mittlerweile neben der Fox-Sendergruppe unter anderem auch die Zeitungen New York Post, The Sun in Großbritannien und die Finanzzeitung Wall Street Journal aus den USA.

Murdochs enge Beziehungen zur Macht und sein Geschick, die politische Elite für seine Interessen einzuspannen, sind legendär. „Republikaner dachten ursprünglich, dass Fox für uns arbeite. Nun stellen wir fest, dass wir für Fox arbeiten“, sagte der Redenschreiber des früheren US-Präsidenten George W. Bush, David Frum, einmal in einem TV-Interview.